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Pressemitteilung

11/28/2008

Kreis Kleve erhält Zuschlag zur Neugründung einer Fachhochschule


Kreis Kleve – Aufgrund der heutigen Kabinettsentscheidung der Landesregierung hat der Kreis Kleve den Zuschlag zur Neugründung einer Fachhochschule erhalten. Mit Stolz und Genugtuung hat Landrat Wolfgang Spreen die Entscheidung der Landesregierung zur Kenntnis genommen. Spreen:“ Wiedereinmal hat sich gezeigt, dass Kontinuität, Verlässlichkeit und Beharrlichkeit zum Erfolg führen. Wie auch unsere erfolgreiche Strategie beim Airport Weeze gezeigt hat, bedarf es eines langen Atems, um große Ziele zu erreichen. Hierzu gehört auch die Notwendigkeit, alle Kräfte im Interesse der Sache zu bündeln. Vor diesem Hintergrund danke ich den Bürgermeistern im Kreis, für die es sicher nicht einfach war, die Interessen ihrer Kommune zugunsten einer gemeinsamen Lösung bei der Fachhochschulbewerbung des Kreises unterzuordnen.“ Wie wichtig dies jedoch gewesen sei, zeige das Scheitern anderer Bewerber.

Stärken der Region stärken

Mit diesem Leitmotiv hat der Kreis Kleve seine Bewerbung überschrieben. Die Ziele sind dabei Studienplätze und Ausbildungsplätze zu schaffen und die Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen. Zu diesem Zweck stehen die Stärken der Region im Vordergrund. Diese sind die mittelständische Wirtschaftsstruktur, das Dienstleistungsgewerbe sowie die Unternehmensbereiche Agrar, Maschinenbau, Informationstechnik und Logistik. Ein weiterer wichtiger Aspekt wird die internationale Positionierung der Fachhochschule Kreis Kleve sein. Das betrifft nicht nur die Ausbildung sondern auch die grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit insbesondere mit den Niederlanden.

Darüber weist hinaus die Konzeption darauf hin, dass der Kreis Kleve zwar nicht vom Rückgang des Steinkohlebergbaus betroffen ist, sehr wohl aber unter einem Strukturwandel zu leiden hat mit der Folge wirtschaftlicher und demografischer Defizite. Durch die Neugründung einer Fachhochschule besteht nunmehr die große Chance, diese zu kompensieren.

Beiträge der Region und der Wirtschaft – Spreen dankt hiesigen Unternehmen

Der Kreis Kleve hat seine Bereitschaft erklärt, hinsichtlich der Errichtung einer Fachhochschule im Kreis Kleve sich an den Investitionen mit einem Beitrag von bis 30 Mio. € zu beteiligen. Darüber hinaus bringt die Standortkommune Stadt Kleve Grundstücke im Wert von ca. 8 Mio. € ein. Die Wirtschaft im Kreis Kleve hat bisher bereits 170 zusätzliche Ausbildungsplätze zugesagt. Außerdem sind Unternehmen im Kreis bereit, die Kosten für Studienprofessuren und mehr als 30 Stipendien für Studierende zu übernehmen. Landrat Wolfgang Spreen: „Nachdem nun feststeht, dass wir eine der drei neuen Fachhochschulen erhalten bin ich davon überzeugt, dass weitere Ausbildungs- und Förderzusagen aus der hiesigen Wirtschaft uns erreichen werden. Mein Dank gilt der Wirtschaft im Kreis Kleve, die unsere Bemühungen für einen Fachhochschulstandort von Anfang an einhellig positiv begleitet und aktiv unterstützt hat.“

Herausforderung erfolgreich meistern

Für Landrat Wolfgang Spreen geht es jetzt darum, die erfolgreiche Konzeption der Bewerbung in die Tat umzusetzen. Spreen: „Wir werden hierzu in den nächsten Wochen zunächst intensive Gespräche mit dem Innovationsministerium des Landes führen. Sobald die Vorgaben und Rahmenbedingungen für die Errichtung unserer Fachhochschule bekannt sind wird es darum gehen, vor Ort erneut alle Kräfte zu bündeln, um die sich uns bietende einmalige Chance auch zu nutzen. Die Fachhochschule Kreis Kleve wird die Aus- und Weiterbildungssituation junger Menschen sowie die wirtschaftliche und demografische Entwicklung in unserer Region spürbar positiv verändern. Gemeinsam mit unseren Partnern beim Land, in den Kommunen und der Wirtschaft werden wir uns dieser Herausforderung erfolgreich stellen und den Kreis Kleve zu einem bedeutenden Bildungs- und Wirtschaftsraum mit Perspektiven ausbauen.“

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