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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

30.06.2020

Agentur für Arbeit und Jobcenter Kreis Kleve machen sich im Ausbildungsprogramm NRW für junge Menschen stark

Anzahl der SGB-II-Leistungsempfänger weiter gestiegen

 

Kreis Kleve – Nicht alle Jugendlichen im Kreis Kleve, die gerne eine Ausbildung beginnen möchten, finden einen Ausbildungsplatz. Auch wenn die heimische Wirtschaft ungeachtet der vielfältigen Auswirkungen der Corona-Pandemie größtenteils ihr geplantes Ausbildungsniveau beibehält oder gar erhöht, so haben es insbesondere Jugendliche mit eingeschränkten Ausbildungsperspektiven schwer, einen Ausbildungsplatz für den Start ins Berufsleben zu finden. Deshalb machen sich die Agentur für Arbeit Wesel und das Jobcenter Kreis Kleve gemeinsam im Ausbildungsprogramm NRW für die jungen Menschen stark. Aktuell gibt es im Kreis Kleve im Bereich des SGB II insgesamt 1.869 erwerbsfähige Leistungsberechtigte unter 25 Jahren.

Mit der Förderung des Landes werden 24 zusätzliche Ausbildungsplätze bezuschusst. Betriebe, die diese Ausbildungsplätze einrichten, erhalten in den ersten beiden Jahren einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung in Höhe von 300 Euro im Monat bei einer Vollzeitausbildung. Bei einer Ausbildung in Teilzeit beträgt der Zuschuss 174 Euro je Monat. Um die Betriebe bei der Ausbildung zu unterstützen und den Jugendlichen individuelle Hilfestellung zu geben, finanziert das Land zusätzlich eine begleitende Betreuung. Im Kreis Kleve bringt das Berufsbildungszentrum Kreis Kleve e.V. Betriebe und Bewerber passgenau zusammen, so dass beide vom Ausbildungsprogramm profitieren.

Weitere Informationen zu diesem Förderangebot finden Interessenten auf der Homepage des Kreises Kleve (www.kreis-kleve.de) unter dem Suchbegriff „Ausbildungsprogramm NRW“ (hier) oder telefonisch beim Berufsbildungszentrum Kreis Kleve, Nadja Brauer, unter Tel 02821 993-68 oder 0151 624 625 76

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Kreis Kleve leben derzeit insgesamt 14.873 Menschen in 8.201 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften – das sind 117 Personen mehr als im Vormonat. Davon sind 10.967 erwerbsfähige Leistungsberechtige; bei den verbleibenden 3.906 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreisgebiet befinden sich etwa 5,6 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 7,1 und landesweit bei 9,5. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,6, in Viersen bei 6,3 und in Borken bei 4,3.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Februar 2020 konnten 188 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 82 Menschen arbeiten nun in einem Minijob.

Im Mai 2020 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,41 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,25 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2020 (Januar bis Mai) bei insgesamt 44,3 Mio. Euro.