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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

28.03.2019

Arbeitgeberservice des Jobcenters Kreis Kleve im Gespräch mit Agrobusiness-Unternehmern

Auch in der „grünen Branche“ führt der Arbeitskräftemangel zu neuen Wegen bei der Personalsuche

 

Kreis Kleve - Das Thema „Fachkräftemangel“ hat sich aufgrund der anhaltend guten Wirtschaftslage zum „Arbeitskräftemangel“ ausgeweitet, der nahezu alle Branchen umfasst. Aufgrund der Vielzahl von Betrieben entlang der Wertschöpfungskette im Bereich „Agrobusiness“ trifft dies auch auf die regionalen Unternehmen der „grünen Branche“ zu. Das Jobcenter Kreis Kleve nutzte die Gelegenheit, beim Innovationsforum des Agrobusiness Niederrhein e.V. mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Der Verein mit Sitz in Straelen fördert die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von Unternehmen des Agrobusiness am Niederrhein. Bei der Fachtagung beleuchteten verschiedene kurze Vorträge die Integration von geflüchteten Menschen ins Arbeitsleben sowie passgenaue Beratungsmöglichkeiten und Förderzuschüsse für Mitarbeiter durch das Jobcenter. Die Überwindung von Sprachbarrieren und interkulturellen Herausforderungen in den Belegschaften vor Ort wurden seitens der Unternehmerschaft als Aufgabenschwerpunkte formuliert. Ferner sei die Erreichbarkeit der Betriebe mit dem öffentlichen Personennahverkehr wichtig. Für Gespräche standen Ansprechpartner des Arbeitgeberservices der Jobcenter in Geldern, Kerken, Straelen, Wachtendonk und Wallfahrtsstadt Kevelaer zur Verfügung. „Personaleinstellungen sind Entscheidungen über Investitionen in die Zukunft. Der Arbeitgeberservice des Jobcenters Kreis Kleve kann die Unternehmerinnen und Unternehmer bei ihrer Suche nach geeigneten Arbeitskräften unterstützen“, so Landrat Wolfgang Spreen. „Der Slogan ‚Kommunale Jobcenter – Stark. Sozial. Vor Ort‘ gilt gleichermaßen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die aktuelle Monatsstatistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende des Jobcenters Kreis Kleve weist für den Monat März eine leicht gestiegene Zahl von SGB-II-Bedarfsgemeinschaften aus. Aktuell leben in den 8.564 Bedarfsgemeinschaften (plus 67) insgesamt 15.828 Menschen. 11.537 von ihnen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, bei den verbleibenden 4.291 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Die Vermittlungen in Arbeit werden mit einer Wartezeit von drei Monaten in der Statistik abgebildet. So konnten im November 2018 insgesamt 225 Personen in eine versicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vermittelt werden, weitere 107 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Februar 2019 ein Gesamtbetrag von rund 9,29 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon rund 2,34 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft.