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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.10.2018

Auch SGB-II-Jobsuchende profitieren von großer Nachfrage auf dem Stellenmarkt

Deutlich sinkende Zahl an Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve

 

Kreis Kleve – Die deutsche Konjunktur zeigt sich trotz außenwirtschaftlicher Unwägbarkeiten robust. In weiten Teilen der Wirtschaft werden Fach- und Hilfskräfte gesucht. Im Kreis Kleve ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit gut 98.000 Personen (Mitte 2017) auf einem neuen Rekordniveau. In den vergangenen zehn Jahren gab im Kreisgebiet einen Zuwachs von rund 20.000 Arbeitsplätzen – ein Plus von 25 Prozent! Von der großen Nachfrage auf dem Stellenmarkt profitieren auch die so genannten „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ in den SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG), die vom Jobcenter Kreis Kleve mit zielgerichteten Programmen „fit für den Job“ gemacht werden. Im Oktober ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften weiter gesunken auf nunmehr 8.768 BG – dem niedrigsten Stand seit Januar 2014. Gleichzeitig bleiben die Zahlen der Vermittlungen in Arbeit auf einem hohen Niveau. „Vorrangige Aufgabe der Jobcenter im Kreis Kleve ist es, die Kundinnen und Kunden bei der Aufnahme oder Beibehaltung einer Erwerbstätigkeit zu unterstützen und den erforderlichen Lebensunterhalt zu sichern“, betont Landrat Wolfgang Spreen. Kontinuierlich werden hierfür bewährte Ansätze zur beruflichen Eingliederung weiter entwickelt und angepasst. So werden beispielsweise Bewerbungskosten übernommen, über das Programm „JobFinder“ die Eigenbemühungen der Jobsuchenden unterstützt oder individuelle Beratungen durchgeführt. Je nach Bedarf können auch Maßnahmen zur Förderung der Mobilität unterstützt werden, beispielsweise der Erwerb eines Führerscheins oder die Reparatur eines Fahrzeugs. Dies alles dient unmittelbar der Integration in Arbeit. Langzeitleistungsbezieher benötigen häufig neben berufsfördernden Maßnahmen auch soziale Leistungen. Hierzu zählen die Kinderbetreuung, eine Schuldnerberatung oder eine psychosoziale Betreuung. Landrat Spreen: „Ich danke allen Akteuren in den Jobcentern und in den Unternehmen, die dazu beitragen, dass die Betroffenen auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Chance erhalten. Für die meisten von ihnen ist Arbeit ‚mehr als Geld verdienen‘. Arbeit ist die Grundlage für ein unabhängiges Leben“.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Monatsstatistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende des Jobcenters Kreis Kleve weist für den Monat Oktober erneut eine deutlich gesunkene Zahl von SGB-II-Bedarfsgemeinschaften aus. Aktuell leben in den 8.768 Bedarfsgemeinschaften (minus 159) insgesamt 16.118 Menschen. 11.734 von ihnen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte, bei den verbleibenden 4.384 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Mit einer Wartezeit von drei Monaten werden die Vermittlungen in Arbeit in der Statistik abgebildet. So konnten im Juni 2018 insgesamt 243 Personen in eine versicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vermittelt werden, weitere 118 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im September 2018 ein Gesamtbetrag von rund 9,29 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon rund 2,19 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2018 (Januar bis September) bei rund 87,71 Mio. Euro.