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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

27.10.2020

Corona-Virus / Kontaktpersonen-Nachverfolgung: Gesundheitsamt des Kreises Kleve im regelmäßigen Austausch mit den Kommunen – auch an Wochenenden

Kreisverwaltung widerspricht Vorwürfen der Wallfahrtsstadt Kevelaer

  

Kreis Kleve – Zur Nachverfolgung der Kontakte von Corona-Indexfällen hat der Kreis Kleve bekanntlich in den letzten Monaten Vereinbarungen mit den Städten Wallfahrtsstadt Kevelaer, Geldern, Goch, Rees und Emmerich am Rhein getroffen, nach denen diese die Kontaktpersonen-Nachverfolgung für die in ihrem Gebiet wohnenden Menschen auf Grundlage einer vom Gesundheitsamt des Kreises Kleve zur Verfügung gestellten Datenbank selbst erledigen. „Für diese Zusammenarbeit im Interesse der gemeinsamen Arbeit zur Unterbrechung der Infektionsketten sind wir den Kommunen sehr dankbar“, so Landrat Wolfgang Spreen. „Wir haben in den vergangenen Monaten und auch aktuell alles getan, um den Informationsaustausch mit den Kommunen – auch am Wochenende – sicherzustellen. Bislang läuft die Zusammenarbeit sehr gut.“

Umso unverständlicher sei der nun über ein Zeitungsmedium geäußerte Vorwurf der Wallfahrtsstadt Kevelaer, dass „die Kommunikation immer katastrophaler wird und teilweise gar nicht stattfindet“. Oft müsse die Wallfahrtsstadt Kevelaer nach Aussage des dortigen Ordnungsamtsleiters „mehrfach nachfragen, um überhaupt eine Antwort zu bekommen.“ Man müsse auch am Wochenende vom Kreis Antworten bekommen, um sofort reagieren zu können. „Diesen Vorwurf weise ich in aller Deutlichkeit zurück, da er nicht den Tatsachen entspricht“, so Landrat Spreen. Gerne hätte der Kreis dies im Rahmen eines Telefonats mit dem Ordnungsamtsleiter persönlich besprochen. Leider habe der Leiter des Corona-Stabs des Kreises Kleve trotz mehrmaliger Versuche und Rückrufbitten seit Bekanntwerden der Vorwürfe am gestrigen Nachmittag (26.10.) keinen Kontakt zu ihm bekommen können.

Mehrfache Kontakte mit der Wallfahrtsstadt Kevelaer am letzten Sonntag

„Die Möglichkeit der Kontaktaufnahme der Kommunen mit dem Gesundheitsamt ist an jedem Wochenende durch eine entsprechende Übersicht des aktuellen Personals im Wochenend-Dienst sichergestellt“, Landrat Spreen. Am vergangenen Sonntag (25.10.) haben zwei Mitarbeiter des Kreises zwei Mal mit der Wallfahrtsstadt Kevelaer – auch mit dortigen Ordnungsamtsleiter – E-Mails ausgetauscht. So ging es unter anderem um einen neuen Corona-Indexfall aus der Wallfahrtsstadt Kevelaer, den das Gesundheitsamt aufgrund fehlender Kontaktdaten telefonisch nicht erreichen konnte. Bevor die Kontaktpersonen-Nachverfolgung in einem solchen Fall beginnen kann, ist jedoch erst ein Telefonat des Gesundheitsamtes mit der erkrankten Person erforderlich, um die Namen der Kontaktpersonen zu erhalten. Ferner habe die stellvertretende Amtsärztin bereits Ende letzter Woche mit dem Ordnungsamtsleiter über ein Treffen im Laufe dieser Woche gesprochen und dieses auch zugesagt. Der Termin werde aktuell abgestimmt.

Landrat Spreen: „Wir schaffen es nur gemeinsam, den besonderen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu begegnen. Dabei kann es selbstverständlich aufgrund der hohen Dynamik der neuen Infektionszahlen im Einzelfall neue Abstimmungsbedarfe geben. Diese sollten wir jedoch weiterhin im direkten Gespräch klären. Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Kleve können sich darauf verlassen, dass wir alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen umzusetzen.“ So habe der Kreis Kleve vor wenigen Tagen die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, weil die Kontaktpersonen-Nachverfolgung innerhalb der ersten 48 Stunden nach Bekanntwerden eines positiven Falls – trotz zusätzlich eingestelltem Personal und interner Abordnung aus anderen Verwaltungsbereichen – seit wenigen Tagen nicht mehr vollständig gewährleistet werden könne. Ab dem 02. November 2020 werden 10 Soldatinnen und Soldaten das Gesundheitsamt des Kreises Kleve unterstützen.