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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

04.02.2020

Fast 3.600 Menschen weniger sind im Kreis Kleve auf SGB-II-Mittel angewiesen

Jobcenter legt Januar-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Die aktuelle Auswertung des Jobcenters Kreis Kleve zeigt deutlich, dass sich in den vergangenen zwei Jahren im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende einiges zum Positiven verändert hat. Waren im Juli 2017 noch 18.005 Menschen in 9.703 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) auf Transferleistungen angewiesen, verringerte sich die Zahl danach kontinuierlich auf 14.419 Betroffene in 7.891 BG im Januar 2020. Zu dieser Entwicklung haben die robuste Wirtschaftslage, die ungebrochene Nachfrage nach Arbeitskräften sowie das gemeinsame Engagement der Partner am Arbeitsmarkt im Interesse der arbeitsuchenden Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher beigetragen. „Mein Dank gilt allen Akteuren in den Jobcentern und in den Unternehmen, die dazu beitragen, dass die Betroffenen am ersten Arbeitsmarkt eine Chance erhalten“, so Landrat Wolfgang Spreen. „Es sind nun im Kreis Kleve insgesamt fast 3.600 Menschen weniger, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Besonders freut mich hierbei der Rückgang von 935 Sozialgeldempfängern, da es sich hierbei vornehmlich um Kinder handelt.“ Die sinkende Zahl an Bedarfsgemeinschaften wirkt sich auch auf die SGB-II-Kosten aus. Lag der Gesamtbetrag im Jahr 2017 – im Jahr des „Allzeit-Hochs“ von 9.703 BG – noch bei 121,6 Mio. Euro, so verringerten sich die finanziellen Aufwendungen auf nunmehr 111,2 Mio. Euro im Jahr 2019.

Die Vermittlungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im September 2019 konnten 358 Personen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. Weitere 96 Personen arbeiten nun in einem Minijob.

Im Kreis Kleve erhalten rund 5,4 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner die Grundsicherung für Arbeitsuchende. Dies stellt sowohl im Vergleich zu Bund (6,7) und Land (9,1)als auch zu den Nachbarkreisen Wesel (7,3) und Viersen (6,0) einen vergleichsweise guten Wert dar.