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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.10.2019

Größter Rückgang bei SGB-II-Ausgaben – Platz 1 in NRW für das Jobcenter Kreis Kleve

Weniger Leistungsempfänger / 7,5 Prozent geringere Ausgaben im Vergleich zum Vorjahresmonat

 

Kreis Kleve –Die 53 nordrhein-westfälischen Jobcenter verfolgen im Interesse der Kundinnen und Kunden drei Ziele: Verringerung der Hilfebedürftigkeit, Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit und Vermeidung von Langzeitleistungsbezug. Die Veränderungen in diesen drei Bereichen werden in so genannten Kennziffern abgebildet, die Vergleiche zwischen den Jobcentern erlauben. Das Jobcenter Kreis Kleve verzeichnet seit Monaten sinkende Zahlen bei den SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) – die Anzahl der Menschen, die Transferzahlungen erhalten, sinkt. Dies zeigt sich an der Kennziffer K1, die die Veränderung der Hilfebedürftigkeit abbildet. Dabei werden die gezahlten Leistungen zum Lebensunterhalt – ohne Leistungen für Unterkunft und Heizung – im aktuellen Berichtsmonat Juni 2019 mit den Daten aus Juni 2018 verglichen. Diese „Veränderung der Hilfebedürftigkeit“ umfasst sowohl die Beendigung des Leistungsbezugs als auch die Verringerung des Leistungsbezugs aufgrund eines ergänzenden Einkommens. Beim Jobcenter Kreis Kleve sind die Ausgaben für die finanzielle Unterstützung der betroffenen Familien im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent gesunken. Dies ist der größte Rückgang im Vergleich aller 53 Jobcenter in NRW! Landesweit verringerte sich die Hilfebedürftigkeit um 2,1 Prozent; in den Nachbarkreisen sank diese Kennziffer beispielsweise in Borken um 3,4 Prozent, in Viersen um 6,3 Prozent und in Wesel um 3,0 Prozent.

„Arbeiten ist ‚mehr als Geld verdienen‘“

Der Kreis Kleve profitiert von der anhaltend positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist nach wie vor hoch. In den örtlichen Jobcentern in den Rathäusern gelingt es durch Einbeziehung der gesamten Sozial- und Hilfestruktur, durch passgenaue Eingliederungsmaßnahmen und durch zielgerichtete Unterstützungsleistungen, langzeitarbeitslose Menschen wieder nachhaltig in Arbeit zu bringen. Landrat Wolfgang Spreen: „Ich danke alle Akteuren in den Jobcentern und in den Unternehmen, die dazu beitragen, dass die Betroffenen auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Chance erhalten. Für die meisten von ihnen ist Arbeit ‚mehr als Geld verdienen‘. Arbeit ist die Grundlage für ein unabhängiges Leben.“

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Oktober 2019 gibt es im Kreis Kleve insgesamt 7.961 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG). Erstmals seit dem Höchststand im Juli 2017 mit 9.703 ist die Anzahl der BG unter die Grenze von 8.000 gesunken. Dies bedeutet ein Rückgang um 18 Prozent in 28 Monaten. Eine vergleichbare Größenordnung von knapp 8.000 verzeichnete das Jobcenter Kreis Kleve zuletzt im Januar 2012.

Die Zahl der Vermittlungen in Arbeit wird in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Juni 2019 konnten 206 Personen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. Weitere 112 Personen arbeiten nun in einem Minijob. Im September 2019 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,09 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,15 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2019 (Januar bis September) bei insgesamt rund 83,2 Mio. Euro.