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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

17.12.2019

Grußwort des Landrats an die Bürgerinnen und Bürger zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die vielerorts stattfindenden adventlichen Veranstaltungen und der festliche Lichterglanz an den Straßen und Häusern erinnern uns daran, dass Weihnachten vor der Tür steht und schon wieder einmal – viel zu schnell – ein Jahr zu Ende geht. Mit Vorfreude erhoffen wir einige friedvolle und besinnliche Tage, die uns eine willkommene Pause im Familien- und Freundeskreis bescheren.

Ein Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr wird geprägt sein von schönen Erlebnissen, von guten menschlichen Begegnungen, vielleicht aber auch von Schicksalsschlägen und persönlichen Verlusten. Zudem haben uns beispielsweise die anhaltenden Unruhen in vielen Teilen der Erde sowie Naturkatastrophen wie die schweren Waldbrände in Australien oder Nord- und Südamerika bewegt und betroffen gemacht. Auch bei uns im Kreis Kleve hat die erneute Dürreperiode im Sommer sichtbare Spuren des Klimawandels hinterlassen. Doch neben den bedrückenden Ereignissen der Vergangenheit gibt es doch auch vieles, was uns mit Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft blicken lässt. Selbstverständlich auch im Kreis Kleve.

Denn das anhaltend hohe Steueraufkommen und die zugleich hohe Beschäftigungsquote bieten die Grundlage für nachhaltige Investitionen, die sich ebenfalls im Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2020 wiederfinden. So wird der Kreis Kleve seine intensiven Bau- und Modernisierungstätigkeiten auch im kommenden Jahr mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 50 Mio. Euro fortsetzen. Davon werden allein mehr als 7,5 Mio. Euro zur Modernisierung unserer Förderzentren und Förderschulen bereitgestellt.

Einen der deutlichen Akzente zur Verbesserung der Bildungsinfrastruktur in unserem Kreis stellt ebenfalls die mit einem Investitionsvolumen von mehr als 42 Mio. Euro voranschreitende Modernisierung und Erweiterung unseres Berufskollegs Kleve dar.

Die 2017 beschlossene personelle Verstärkung des Rettungsdienstes konnte auch in diesem Jahr weiterhin erfolgreich umgesetzt werden. Zum zweiten Mal hintereinander bildete der Kreis Kleve 14 Rettungssanitäterinnen und -sanitäter aus, die anschließend sogleich weiterbeschäftigt wurden. Erfreulich ist ebenfalls, dass mittlerweile 86 Rettungskräften die anspruchsvolle Tätigkeit einer Notfallsanitäterin bzw. eines Notfallsanitäters dauerhaft übertragen werden konnte. Anfang 2019 haben die Baumaßnahmen für ein weiteres Kreisverwaltungsgebäude begonnen, in dem auch die technisch modernisierte Leitstelle neue Räumlichkeiten bekommen wird. Der Umzug ist für Ende 2020 vorgesehen. Die neugebaute Rettungswache in Kalkar soll ebenfalls im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden. Zudem befindet sich bereits der Bauantrag für die neue Rettungswache in Emmerich am Rhein in Bearbeitung. Kontinuierliche Weiterentwicklungen und Verbesserungen im Rettungsdienst kommen immer auch den Patientinnen und Patienten zu Gute. Denn ein gut aufgestellter Rettungsdienst mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedeutet immer auch mehr Sicherheit für uns alle.

Für zusätzliche Sicherheit sorgen seit Mitte 2017 auch die „Mobilen Retter“ im Kreis Kleve. Waren es in der Startphase schon beachtliche 150 qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer, so sind es nunmehr bereits rund 450 Ehrenamtliche, die sich in Kooperation mit dem Kreis Kleve für die Rettung von Leib und Leben der Menschen einsetzen und dabei schon rund 950 Einsätze im Kreis Kleve absolviert haben. Solch eine wertvolle Unterstützung in Notsituationen ist gelebtes Engagement für hilfebedürftige Mitmenschen, für das ich allen Freiwilligen auch bei dieser Gelegenheit nochmals meinen großen Dank ausspreche. Und glücklicher Weise gibt es sie immer noch in großer Zahl: Die freiwilligen und ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement in vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens verdient machen. Oftmals schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten.

Seien es beispielsweise die mehr als 2500 ausschließlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte in den 84 Ortsfeuerwehren. Seien es die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der „Tafeln“, die sich mehrmals wöchentlich hilfebedürftigen Mitmenschen zuwenden und sie mit Lebensmitteln versorgen, oder seien es diejenigen, die im Stillen und Verborgenen ihre Eltern oder Angehörige liebevoll pflegen und dafür vielleicht sogar ihre berufliche Arbeitszeit reduzieren. Solche Anteilnahme und Hilfsbereitschaft zeugt vor allem vom weitreichenden Selbstverständnis der hier lebenden Menschen für ein christlich orientiertes Miteinander, wie es auch in der Weihnachtsbotschaft zum Ausdruck kommt. Für ihr engagiertes Wirken danke ich allen ehrenamtlich Tätigen besonders herzlich! Denn sie alle haben einen großen Anteil an den vielen guten Entwicklungen unseres gesellschaftlichen Miteinanders, auf die wir in unserem schönen Kreis stolz sein können. Viele dieser engagierten Menschen habe ich als Landrat in meiner nun fünfzehnjährigen und bald auch endenden Amtszeit persönlich kennen lernen dürfen. Meine dabei gewonnenen Erfahrungen erfüllen mich mit großer Zufriedenheit und Zuversicht, dass sich die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Kleve, den sie „ihre Heimat“ nennen, auch in Zukunft dem Wert mitmenschlicher Verbundenheit bewusst sein werden. Hierfür wünsche ich uns allen Gottes Segen, ein gnadenreiches und besinnliches Weihnachtsfest sowie viel Gesundheit und ein friedvolles Jahr 2020!

 

Es grüßt Sie herzlichst Ihr Landrat

Wolfgang Spreen