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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

08.02.2021

Hilfsangebote zur Reduzierung von Belastung, Druck und Konflikten im Kreis Kleve

Kinderbetreuung, Kontaktreduzierung, Homeschooling und Homeoffice

 

Kreis Kleve – Bereits seit einem Jahr verändert die Corona-Pandemie den Alltag der Menschen und das Thema nimmt wohl auch in absehbarer Zeit kein Ende. Die Auswirkungen der Pandemie auf das gesamte gesellschaftliche Leben, die Bildung, die Kultur ebenso wie auf das alltägliche häusliche Leben, sind immens. Durch die gebotenen Kontaktreduzierungen, Verzichtsleistungen und allgemeinen Einschränkungen kann es je nach individueller Lebenssituation einerseits zu Vereinsamung, Verkümmerung und Langeweile kommen. Andererseits leiden viele Familien und besonders Alleinerziehende unter tagtäglicher Überforderung durch die zeitgleiche Verantwortlichkeit für Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice.

Was sonst in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz geleistet wird, verlagert sich in das jeweilige Zuhause. Nach Einschätzung der Gleichstellungsbeauftragten wird der größte Teil der hierdurch entstehenden Verantwortung und Belastung, das sogenannte „Mental Load“, von Frauen getragen. Es sind überwiegend die Frauen, die derzeit oft Enormes leisten, um das Familienleben inklusive der Bildung und Betreuung der Kinder aufrecht zu erhalten und zudem die Erwartungen des Arbeitslebens zu erfüllen. Die Gleichstellungsbeauftragten fordern, dass dies keinesfalls zu einer Rückführung der Frauen in eine traditionelle Rollenverteilung führen darf. Ziel aller Beteiligten muss es sein, die im häuslichen Umfeld anfallende Sorgearbeit gerecht zwischen den Geschlechtern aufzuteilen und somit auch eine geschlechtergerechte Partizipation am Arbeitsleben zu ermöglichen. Die Gerechtigkeit muss von allen eingefordert und gelebt werden, denn sie dient auch allen. Arbeitgeber sind aufgefordert, familienfreundliche Arbeitsstrukturen anzubieten, die der aktuellen Belastung von Familien gerecht werden. Eine geschlechtergerechte Gesellschaft und Arbeitswelt ist nicht nur glücklicher, sondern auch kompetenter und innovativer.

In der aktuellen Krisen-Situation stehen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Kleve als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Sie informieren über die Hilfs-Angebote der Sozialverbände, Träger von Sozialeinrichtungen, Beratungsstellen und über Angebote von Jugendämtern. Die Kontaktdaten der Gleichstellungsbeauftragten vor Ort sind auf der Internet-Seite der jeweiligen Stadt oder Gemeinde oder auf der Homepage des Kreises Kleve hinterlegt. Bei allgemeinen Fragen zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ können sich Interessierte an die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt / Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Kleve wenden. Und als Hilfs-Angebot speziell für Alleinerziehende steht das Projekt „EFUS“ (Einelternfamilien fördern und stärken) zur Verfügung, das auch Beratungstermine in den kreisangehörigen Kommunen anbietet. Nähere Informationen und die Kontaktdaten sind auf der Internetseite des Kreises Kleve hinterlegt ( hier ).

Neben den Beratungsangeboten vor Ort sind selbstverständlich auch weiterhin überregionale Telefon-Hotlines freigeschaltet, die jederzeit Ratsuchenden zur Seite stehen. Beispielweise seien hier genannt: die „Nummer gegen Kummer“ erreichbar unter 116 111, das Elterntelefon unter 0800 111 0550, das Pflegetelefon unter 030 2017 9131, das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ unter 0800 404 0020 und das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 08000 116 016.