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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

01.12.2020

Jobcenter Kreis Kleve – Fördern und Fordern in Zeiten der Pandemie

Bundesweiter Aktionstag der 104 kommunalen Jobcenter

 

Kreis Kleve – Auch in diesem Jahr fand Ende November der „Tag der kommunalen Jobcenter“ statt. Die bundesweit 104 Jobcenter in kommunaler Trägerschaft tauschten sich dabei – in diesem Jahr ausschließlich digital – über das „Fördern und Fordern in Zeiten der Pandemie“ aus. Das Jobcenter Kreis Kleve stellte dabei im Rahmen eines Fachforums die Ergebnisse der in der Zeit von September bis November durchgeführten Kundenbefragung vor. Diese hatte zum Ziel, die digitalen Anforderungen der SGB-II-Leistungsbeziehenden an die Arbeit der Jobcenter besser einzuschätzen und Jobcenter-Leistungen zukünftig danach auszurichten. Dabei wurden beispielsweise das Interesse an einem Online-Antrag für SGB II-Leistungen, der Nutzung einer Online-Terminvereinbarung oder die Möglichkeit der Beratung via Videokonferenz abgefragt. „Die Arbeit des Jobcenters des Kreises Kleve wird digitaler“, so Landrätin Silke Gorißen. „Dabei wollen wir die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden im SGB II im Blick haben und diese bei unseren künftigen Planungen möglichst berücksichtigen.“

Mit diesem Aktionstag wiesen die kommunalen Jobcenter auf die Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort“ des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städtetages hin, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen. Bereits seit dem Jahr 2005 erbringt das Jobcenter Kreis Kleve die Leistungen für langzeitarbeitslose Arbeitsuchende eigenverantwortlich „in Eigenregie“. Aktuell sind es gut 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Kreis Kleve in den Jobcentern vor Ort gebündelte Leistungen aus einer Hand bieten. Ziel der bundesweiten Kampagne ist, die Arbeit und Stärken der kommunalen Jobcenter deutlicher ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, der politisch Verantwortlichen sowie der Unternehmerinnen und Unternehmer zu rücken.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die aktuelle Auswertung des Jobcenters Kreis Kleve für den Monat November 2020 zeigt, dass sich die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) weiter verringert hat. Sie liegt nun bei 7.741 – das sind 104 weniger als im Vormonat und 120 weniger als im November 2019. Derzeit leben 14.024 Menschen in den BG, davon sind 10.312 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.712 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Die Vermittlungen in Arbeit werden mit einer Wartezeit von drei Monaten in der Statistik abgebildet. So konnten im Juli 2020 insgesamt 168 Personen (66 Prozent) in eine sozialversicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vermittelt werden, weitere 85 Menschen arbeiten nun in einem Minijob.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Oktober 2020 ein Betrag in Höhe von rund 8,98 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,4 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2020 (Januar bis Oktober) bei insgesamt 90,5 Mio. Euro.