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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

27.11.2018

Jobcenter Kreis Kleve ist nah am Menschen

104 kommunale Jobcenter starten Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort.“

 

Kreis Kleve – Der Kreis Kleve kann auf eine langjährige Erfahrung mit seinem kommunalen Jobcenter zurückblicken. Nach tiefgreifenden Reformen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im Jahr 2005 konnten mit dem Jobcenter in „Eigenregie“ im Kreis Kleve die Grundsätze des „Förderns und Forderns“ und der „Leistung aus einer Hand“ verwirklicht werden. Heute erbringen bundesweit 104 und damit ein Viertel der insgesamt 407 Jobcenter als so genannte „Optionskommunen“ die Leistungen für Arbeitsuchende in „kommunaler Eigenregie“. Der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag haben nun mit den 104 kommunalen Jobcentern unter dem Titel „Stark. Sozial. Vor Ort.“ eine gemeinsame Kampagne gestartet, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen. Aktuell sind es gut 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Kreis Kleve in den Jobcentern vor Ort gebündelte Leistungen aus einer Hand bieten. „Kurze Wege, rasche Entscheidungen und ein aktives Netzwerk zu den Arbeitsmarktakteuren im Kreis Kleve sorgen dafür, dass wir nah an den Menschen sind und sie intensiv betreuen können“, so Landrat Wolfgang Spreen mit Blick auf die Jobcenter vor Ort. Ziel der bundesweiten Kampagne ist, die Arbeit und Stärken der kommunalen Jobcenter deutlicher ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, der politisch Verantwortlichen sowie der Unternehmerinnen und Unternehmer zu rücken.

Weiterhin deutlich sinkende Zahl an Bedarfsgemeinschaften

Die aktuelle Monatsstatistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende des Jobcenters Kreis Kleve weist 8.640 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) aus – der niedrigste Stand seit fünf Jahren. Das Allzeit-Hoch im Juli 2017 lag bei 9.703 BG. Die Zahl der betroffenen Menschen sank in den vergangenen 16 Monaten von 18.005 (07/2017) auf nunmehr 15.889. Landrat Spreen: „Das bedeutet, dass seit Sommer 2017 insgesamt 2.116 Personen weniger auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind.“ Die anhaltend gute Wirtschaftslage und die damit verbundene hohe Nachfrage auf dem Stellenmarkt bringt viele so genannte „erwerbsfähige Leistungsberechtigte“ in Arbeit. Von 13.198 Personen im Juli 2017 sank die Zahl auf nunmehr 11.567 – ein Minus von 1.631 Personen. Zusätzlich sank auch die Zahl der betroffenen Sozialgeldempfänger – in der Regel Kinder – um 485 (4.807/4.322). Die Zahlen zur Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im Juli 2018 konnten im Kreisgebiet 249 Menschen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. In Minijob wurden 110 Personen vermittelt.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Oktober wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Gesamtbetrag in Höhe von rund 9,45 Mio. Euro gezahlt. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon rund 2,21 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2018 (Januar bis Oktober) bei insgesamt etwa 97,17 Mio. Euro.

PM18-140-Foto zur Kampagne der kommunalen Jobcenter

Mit der Kampagne „Kommunale Jobcenter – Stark. Sozial. Vor Ort.“ weisen die bundesweit 104 Optionskommunen, darunter auch das Jobcenter Kreis Kleve, auf die Bedeutung ihrer dezentralen Arbeitsmarktpolitik hin.

Foto: DLT/Maximilian Gödecke