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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

26.04.2018

Jobcenter Kreis Kleve vermittelte 2017 insgesamt 4.504 Menschen in Arbeit

Monatsbericht zur Grundsicherung für Arbeitsuchende

 

Kreis Kleve – Eine nach wie vor gute Wirtschaftslage und eine unverändert günstige Entwicklung des Stellenmarktes kennzeichnen den regionalen Arbeitsmarkt. Vom erneuten Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Kleve auf ein neues Rekordniveau von gut 98.000 Personen (Mitte 2017) profitieren auch die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in den SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die aktuelle Auswertung „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ zeigt, dass die Zahl der Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt im Jahr 2017 in etwa das sehr hohe Niveau des Vorjahres erreicht hat. Lag sie im Jahr 2012 noch bei 3.994, so konnten 2017 insgesamt 4.504 Menschen in Arbeit vermittelt werden (2016: 4.520). Landrat Wolfgang Spreen: „Mein Dank für diese Leistungsbilanz gilt allen Akteuren in den Jobcentern und in den Unternehmen, die dazu beitragen, dass die Betroffenen eine Chance auf Unabhängigkeit von Sozialleistungen erhalten.“ Erfreulich ist auch der mit 66 Prozent gleichbleibend hohe Anteil an nachhaltigen Beschäftigungsverhältnissen, also der Vermittlungen in Vollzeit, in Teilzeit oder in Ausbildung.

Auch wenn die Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung für einen weiterhin soliden Arbeitsmarkt sprechen, so bleibt es schwierig, die SGB-II-Leistungsbezieher in die Schwerpunktbranchen im Kreis Kleve – Gesundheits- und Sozialwesen, Agar- und Nahrungsmittelproduktion, Baugewerbe, Anlagen- und Maschinenbau sowie Tourismus – zu vermitteln. Denn dort werden häufig Fachkräfte benötigt, die unter den Leistungsbeziehern nur selten zu finden sind. Landrat Spreen: „Somit bleiben die Vermittlung in Ausbildung sowie Qualifizierung der erwerbsfähigen Kundinnen und Kunden zwei wichtige Herausforderungen für die insgesamt etwa 220 Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern im Kreisgebiet.“

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die aktuelle Monatsstatistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende weist im Kreis Kleve im April 2018 insgesamt 9.382 SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) aus. Vor einem Jahr lag die Zahl bei 9.662. Aktuell leben 17.327 Menschen in den BG, 12.662 von ihnen sind erwerbsfähig. Bei den verbleibenden 4.665 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder.

Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreis Kleve befinden sich rund 6,4 im SGB-II-Leistungsbezug. Dies stellt sowohl im Vergleich zu Bund (7,6) und Land (9,7) als auch zu den Nachbarkreisen Wesel (8,0) und Viersen (6,9) einen vergleichsweise guten Wert dar.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im März 2018 ein Gesamtbetrag in Höhe von rund 10,04 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,33 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher beliefen sich die SGB-II-Aufwendungen im Jahr 2018 (Januar bis März) bei insgesamt rund 29,77 Mio. Euro.