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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

06.12.2017

„Kalender für das Klever Land 2018“ mit Geschichten und Wissenswertem

Seit vielen Jahren fördert der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender

 

Kreis Kleve – Ein „gutes Stück Tradition“ ist der „Kalender für das Klever Land“, der in diesem Jahr bereits zum 68. Mal erscheint. Zahlreiche Beiträge von heimatverbundenen Autoren handeln von Geschichten und Wissenswertem zu den Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Natur. Von den Essgewohnheiten der Mönche im ehemaligen Minoritenkloster in Kleve bis zur „Sperlingskrieg“, vom Chorgestühl von St. Martini in Emmerich am Rhein bis zur Rückkehr der Störche an den Niederrhein reicht die Palette des Gebotenen. 240 Seiten stark ist der „Kalender auf das Jahr 2018“, herausgegeben vom Mercator-Verlag, der auch ein Kalendarium mit sechs Monotypien von Brigitte Gmachreich-Jünemann liefert. Seit vielen Jahren unterstützt der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender im Kreisgebiet – den „Kalender für das Klever Land“ und den „Geldrischen Heimatkalender“. „Gerne unterstützen wir das besondere Engagement der Redaktionsteams mit einem finanziellen Beitrag, denn das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Beiträge“, betonte Landrat Wolfgang Spreen bei der Präsentation des aktuellen Kalenders für das Klever Land. „Die Heimatkalender sind wichtige Beiträge zur Pflege des Kulturgutes im Kreis Kleve.“ Zum Redaktionsteam in Kleve gehören Wilhelm Diedenhofen, Ursula Geisselbrecht-Capecki, Hans-Joachim Koepp, Wiltrud Schnütgen und Bert Thissen.

Historische Beiträge sind ein Schwerpunkt

Das Titelbild des 2018er Kalenders stammt von Fritz Poorten und zeigt die alte St. Antonius-Kirche in Hau mit der jahrhundertealten Gerichtslinde. Ein Schwerpunkt des „Kalenders für das Klever Land“ liegt auf den historischen Beiträgen. Der Archäologe Jens Wroblewski informiert über die Funde am Klever Rathaus und ehemaligen Minoritenkloster, die interessante Erkenntnisse liefern, nicht zuletzt über die Essgewohnheiten der Mönche. In einem weiteren Beitrag beschäftigt er sich mit der Armenfürsorge im spätmittelalterlichen Kleve. Georg Hüttner und Christian Röser haben Funde an der Schwanenburg ebenfalls zu neuen Erkenntnissen gebracht. Dass Sperlinge nicht immer gern gesehene Vögel waren, erklärt Hans-Joachim Koepp in seinem Beitrag „Sperlingskrieg“, in dem von einer Spatzensteuer zur Bekämpfung der Sperlingsplage die Rede ist. Auch die Königsmühle in Goch, die vor fast 750 Jahren als Wasser-Kornmühle und Lohmühle fungierte, ist Thema eines Beitrages von Hans-Joachim Koepp. Über die Wassermühle an der Kreuzfurth bei Kranenburg und ihre heute noch vorhandenen Spuren berichten Paul und Johan Thissen. Willy Piron beschreibt das Chorgestühl von St. Martini in Emmerich am Rhein und Karl Helmer befasst sich mit Konrad Heresbach, Erasmus von Rotterdam und dem Kalkarer Religionsfrieden von 1533. Dirk Luebs Beitrag setzt sich mit der mühsamen Integration der ehemaligen klevischen Enklaven in die Niederlande in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auseinander. Die Kreisarchivarin Beate Sturm schrieb über die Eingliederung der staatlichen Sonderbehörden in die Kreisverwaltung Kleve. Rüdiger Gollnick erinnert an die Zeit, als Haldern Fallschirmjägerstadt war. Norbert Kohnen stellt das Emmericher Unternehmen Hantermann vor.

Vom Baobab-Baum und dem Freiherr-vom Stein-Gymnasium

Jens Gebauer, Professor an der Hochschule Rhein-Waal, erklärt anhand des afrikanischen Baobab-Baumes den Wissenstransfer zwischen Kleve und Afrika. Christian Behrens berichtet mit großformatigen Fotos von der Rückkehr der Störche an den Niederrhein. Wolfgang Müller stellt die prämierte Stute „Fatme“ vor. Das zweihundertjährige Bestehen des Klever Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wird auch im diesjährigen Kalender in zwei Beiträgen aufgegriffen: Norbert Mappes-Niediek beschreibt die rebellierende Schülergeneration 1968, Bernhard Siebers verließ das Gymnasium bereits einige Jahre früher und schildert seine Erinnerungen unter dem Titel: „Als Bulle, Fiffi und Coco noch Autoritäten waren“.

Geschichten der Erinnerung

Erinnerungen sind eine sehr geschätzte Rubrik im Kalender. Heinz Heix erinnerte sich an seine Kindheit in Kalkar von den 1930er-Jahren bis zum Krieg: Plumpsklo, Teut und Prölleken spielen hier eine besondere Rolle. Was es mit den orientalischen Hühnern von Hotel Maywald auf sich hat, ist im Beitrag von Ingrid Molenaar-Schreurs nachzulesen. Herbert Drießen erinnert an die karge Zeit nach dem Krieg und ihren Niederschlag im Karneval. Über die Plünderung der mutmaßlichen Klever Stadtkasse berichtet Norbert Ryska. Was Veit van den Berg „unter der Dorflinde“ in Elten aufgeschnappt hat und was er sonst über die Eltener zu berichten weiß, schildert er in Folge 7.

Mundart und Gedichte

Mundart darf im Kalender nicht fehlen, verschiedene Beiträge von Haki van Hezik, Ulrich Blortz, Paul van Ackeren und Paul Pollmann-Damen halten sie lebendig. Gedichte gibt es von Christian Behrens und Maria Diedenhofen. Franz-Josef Gabriel stellt Sagen, Legenden und Geheimnisvolles aus dem Eltener Umkreis vor. Das Kalendarium mit sechs schönen Monotypien von Brigitte Gmachreich-Jünemann unterstreicht die unterschiedlichen Jahreszeiten mit ihren verschiedenen Stimmungen.

Den „Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2018“, herausgegeben vom Mercator-Verlag, gibt es ab sofort im Buchhandel zum Preis von 12,90 Euro. Die ISBN lautet 978-3-946895-13-8. Der 68. Heimatkalender ist in einer Auflage von 4.000 Stück erschienen.

PM17-159-Foto Pressekonferenz Kalender für das Klever Land 2018

Landrat Wolfgang Spreen (li.) erhielt aus den Händen von Jutta Nagels vom Mercator-Verlag (2.v.li), Wiltrud Schnütgen (2.v.re.) und Wilhelm Diedenhofen (re.) den druckfrischen Kalender für das Klever Land 2018.

Rückfragen der Medien bitte an:


Ruth Keuken
Tel.: 02821 85-162