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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

05.12.2018

„Kalender für das Klever Land 2019“ mit Geschichte und Geschichten der Grenzregion

Seit vielen Jahren unterstützt der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender

 

Kreis Kleve – Einen großen Bogen spannt der neue „Kalender für das Klever Land 2019“, und zwar durch Zeit und Raum. Die Geschichten und Erzählungen reichen von sechs Jahrhunderten lokaler Kirchengeschichte in Rees, über den Clevischen Hof in Köln, den „Sound der Achtundsechziger“ bis zum Wirken des Vereins „pro dogbo“ im afrikanischen Benin. Das „gute Stück Tradition“ erscheint in diesem Jahr bereits zum 69. Mal. 240 Seiten stark ist der „Kalender auf das Jahr 2019“, der vom Mercator-Verlag herausgegeben wird. Er enthält auch ein Kalendarium, das durch Werke von Schülerinnen und Schülern der Schule Haus Freudenberg des Kreises Kleve abgerundet wird. Seit vielen Jahren fördert der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender im Kreisgebiet – den „Kalender für das Klever Land“ und den „Geldrischen Heimatkalender“. „Gerne unterstützen wir das besondere Engagement des Redaktionsteams mit einem finanziellen Beitrag, denn das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Beiträge“, betonte Landrat Wolfgang Spreen bei der Präsentation des aktuellen Kalenders für das Klever Land. „Die Heimatkalender sind wichtige Beiträge zur Heimat- und Brauchtumspflege im Kreis Kleve.“ Zum Redaktionsteam in Kleve gehören Wilhelm Diedenhofen, Hans-Joachim Koepp, Wiltrud Schnütgen und Bert Thissen.

Historische und kulturelle Beiträge sind Schwerpunkte

Das Titelbild des 2019er Kalenders gestaltete wieder Fritz Poorten. Es zeigt die restaurierte Mühle am Möllenbölt in Emmerich-Elten. In der neuen Rubrik „Zeitgeschichte“ gibt es einen Beitrag von Klaus van Briel über den Verein „pro dogbo e.V.“, der in den vergangenen 20 Jahren mehrere Projekte im Benin verwirklicht hat. Elisabeth van Heesch erinnert sich an ein Konzert der Punkgruppe „Die Ärzte“ in der Klever Stadthalle, welches für Aufsehen sorgte, und Rolf Langenhuisen beschreibt den „Sound der Achtundsechziger“ anhand der Gruppe „Meditations“. Er ist auch Autor eines Beitrags über den gebürtigen Klever Christoph Klimke, der als Schriftsteller in Berlin lebt.

Wilhelm Diedenhofen widmet sich dem Grottenwerk in der nassauischen Gartenkunst – sein Text ist wie immer mit exzellenten Abbildungen versehen. Franz-Josef Lensing hat einen historischen Plan von Haus Zelem neu entdeckt und Ulrich Ch. Blortz berichtet über den Clevischen Hof in Köln. Dass Salz ein rares Gut war, zeigt der Beitrag von Hans-Joachim Koepp: „Salz gab es nur im Hause Pottmeyer“. In einem weiteren Beitrag schreibt Koepp über einen „Quacksalber“ in Goch, der als Chirurg wirkte. Norbert Kohnen berichtet über einen Goldring aus dem Besitz von Wilhelm C. Röntgen sowie über eine alte Emmericher Stuckdecke, die heute in Zons zu bewundern ist. Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm erinnert an die Bergung und Identifizierung von 17 toten Jungen, die sieben Jahre unter den Trümmern der Villa Hoffmann lagen. Georg Hüttner liefert „Neue Erkenntnisse zum Verlauf der Römerstraße von Louisendorf bis Bedburg-Hau“ und Michael Lehmann deckt die Geschichte der Uedemer „Pappelskat in de Bruik“ und die ihrer Bewohner auf. Peter Thomas schrieb über das Gesinde in der Bürgermeisterei Till um 1910 und wie man mit ihm umging. Hans-Joachim Koepp berichtet über Rückkehrer aus Südafrika nach Goch. Wolfgang R. Müller schrieb über Waldohreulen, die „heimlichen, lautlosen Jäger mit Federohren“.

St. Nicolai in Amsterdam und Kalkar

Hermann Opgen-Rhein liefert mit seinem Beitrag über das Stift Rees, die Burg Aspel und den heiligen Georg einen Querschnitt durch sechs Jahrhunderte lokaler Kirchengeschichte und Alois van Doornick berichtet über die Bezüge der „Oude Kerk“ St. Nicolai Amsterdam zu St. Nicolai Kalkar. Franz Günter Aengenheyster schrieb über seine Priesterwerdung: „Drei Kelche in den Familien Aengenheyster und Heimann“. Annette Wozny-Koepp erzählt vom Hotel Schweizerhaus mit der Schwanenburg, nicht in Kleve, sondern im namibischen Swakopmund. Herbert Drießen erinnert an eine Diamantene Hochzeit zur Zeit des Ersten Weltkriegs sowie an den Karneval unmittelbar nach dem Krieg.

Gedichte und Mundart

Die Plaudereien unter der Eltener Dorflinde von Veit van den Berg dürfen natürlich ebenso fehlen wie die Gedichte von Maria Diedenhofen und die Mundartbeiträge von Paul Michels, Gerd Schepers, Ulrich Ch. Blortz und Haki van Hezik. Die Chronik des Klever Landes sowie das ausführliche Verzeichnis der neu erschienenen Literatur, beides aus den letzten zwölf Monaten, schließen den Kalender ab.

Den „Kalender für das Klever Land“ auf das Jahr 2019, herausgegeben vom Mercator-Verlag, gibt es ab sofort im Buchhandel zum Preis von 14,90 Euro. Die ISBN lautet ISBN 978-3-946895-23-7. Der 69. Heimatkalender ist in einer Auflage von 3.800 Stück erschienen.

PM18-145-Foto zur Pressekonferenz für den Kalender für das Klever Land 2019

Empfehlen den Heimatkalender für den Gabentisch: (v.l.) Bert Thissen (Redaktion), Landrat Wolfgang Spreen, Jutta Nagels (Mercator-Verlag) und Wilhelm Diedenhofen (Redaktion).