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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

07.01.2019

Kreis Kleve und St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees fördern Nachwuchsmediziner

Stipendien-Programm gegen den Ärztemangel

 

Kreis Kleve – Der Kreis Kleve erlebt bereits heute einen Ärztemangel, der sich, wenn weitere niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Praxen schließen, weiter verschärfen wird. Oftmals ist es für den Praxisinhaber schwierig, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden. Gemeinsam bringen nun der Kreis Kleve und das St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees ein Stipendien-Programm für Medizinstudenten auf den Weg. Für maximal 48 Monate können angehende Ärztinnen und Ärzte ein Stipendium in Höhe von monatlich 1.200 Euro erhalten, wenn sie sich verpflichten, nach der Approbation ihre fünfjährige fachärztliche Weiterbildung im Emmericher Krankenhaus zu absolvieren und im Anschluss daran mindestens fünf Jahre lang im Kreisgebiet eine Tätigkeit als Ärztin oder Arzt auszuüben. Ein Student kann somit bis zu 57.600 Euro erhalten. Die Kooperation ist für die Vergabe von maximal zwei Stipendien vorgesehen.

„Der Kreis Kleve verstärkt sein Engagement, junge Ärztinnen und Ärzte für die Region zu interessieren und langfristig an das Kreisgebiet zu binden. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun gemeinsam mit dem St. Willibrord-Spital ein weiteres Stipendien-Programm auf den Weg gebracht haben“, so Landrat Wolfgang Spreen bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Diese Vereinbarung bietet die Chance, dass die Nachwuchsmediziner nach zehn Jahren dem Kreis Kleve so verbunden sind, dass sie dauerhaft hier leben und arbeiten wollen“, ergänzt Johannes Hartmann, Geschäftsführer des St. Willibrord-Spitals Emmerich-Rees.

Ein Stipendium können Studierende erhalten, die an einer deutschen Universität oder in einem Mitgliedsland der EU, dessen Approbation in Deutschland anerkannt wird, die Fachrichtung Medizin studieren und den präklinischen Abschnitt des Studiums nach der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte bestanden haben.

Interessierte Medizinstudenten und Medizinstudentinnen können sich ab sofort bei der zentralen Personalabteilung über das Stipendium informieren (Telefon 0281 / 104-1027).

PM19-001-Foto Stipendienvergabe Kreis Kleve und St. Willibrord-Spital

Landrat Wolfgang Spreen (re.) und Geschäftsführer Johannes Hartmann unterzeichneten ein Stipendien-Programm für junge Ärztinnen und Ärzte.