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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

02.02.2018

Landrat Wolfgang Spreen konkretisiert geplantes Projekt „Alleinerziehende“

Kreistag entscheidet am 15. März über Doppelhaushalt

 

Kreis Kleve - Der Entwurf des Kreishaushalts 2018/2019 sieht jeweils eine Million Euro für die Jahre 2018 und 2019 für ein Projekt "Alleinerziehende" vor. Im Rahmen eines Pressegesprächs lieferte Landrat Wolfgang Spreen nun weitere Informationen zu diesem geplanten Projekt, das vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien als Stabsstelle dem Landrat zugeordnet werden soll. Betreut werden könnte es von Viktor Kämmerer. Der Doppelhaushalt soll am 15. März 2018 verabschiedet werden.

Alleinerziehende im „Teufelskreis“

Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kreistags am 14. Dezember hatte Landrat Spreen in seiner Haushaltsrede auf die besondere Problemlage Alleinerziehender und ihrer Kinder hingewiesen. „Alleinerziehende stehen zunehmend am Rande der Gesellschaft. Sie befinden sich vielfach in einem ‚Teufelskreis‘ aus Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Teilzeitbeschäftigung und Bedürftigkeit“, so Spreen. Die damit verbundenen Schwierigkeiten könnten vielfach allein mit der Gewährung von sozialen Leistungen nicht gelöst werden. Vor diesem Hintergrund habe er in den Haushaltsjahren 2018 und 2019 jeweils eine Million Euro für ein Projekt „Alleinerziehende“ in den Haushaltsentwurf eingestellt. Mit Hilfe dieser Mittel sollen individualisierte Lösungsansätze für die besonderen Problemlagen der Alleinerziehenden geschaffen werden.

„Wir sprechen hier auch deshalb von individualisierten Problemlösungen, weil wir ja bereits in der Vergangenheit mit unterschiedlichsten Maßnahmen und Unterstützungsleistungen auf die vielfältigen Problemlagen der Alleinerziehenden reagiert haben, aber dennoch weiterhin viele Alleinerziehende mit ihren Kindern auf Sozialleistungen angewiesen sind“, erläutert der Landrat. Es sei beabsichtigt, neue, innovative und nachhaltige Ansätze zu entwickeln, um Alleinerziehende und ihre Kinder zu befähigen, den so genannten „Teufelskreis“ zu durchbrechen. Spreen: „Hierfür müssen wir neue Wege gehen, die über die bisherigen Strukturen hinausgehen und auch unkonventionelle Hilfen ermöglichen.“

Stabsstelle beim Landrat geplant

Vorbehaltlich der entsprechenden Zustimmung des Kreistags zum Doppelhaushalt beabsichtige er, das Projekt „Alleinerziehende“ nicht in die bestehenden Verwaltungsstrukturen einzugliedern, sondern als Stabsstelle dem Landrat unmittelbar zuzuordnen. Diese verantwortungsvolle Aufgabe, für die es möglichst wenig Vorgaben geben soll, möchte Spreen einer Person übertragen, zu der er Vertrauen hat und die ihm hierfür qualifiziert und geeignet erscheint. „Ich freue mich, diese Person nun Ihnen vorstellen zu dürfen. Es handelt sich um Viktor Kämmerer“, so Landrat Wolfgang Spreen im Pressegespräch. „Herr Kämmerer steht für dieses zweijährige Projekt zur Verfügung und ist gerne bereit, es mitzugestalten.“ Kämmerer verfüge über hervorragende Voraussetzungen aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Geschäftsführer eines großen Wohlfahrtsverbandes im Kreis Kleve. Er genieße einen guten Ruf und Vertrauen sowohl in der Politik als auch in der Verwaltung. Als ehemaliger Bürgermeister sei er in kommunalen Strukturen sehr erfahren und darüber hinaus bestens vernetzt. Spreen: „Viktor Kämmerer ist mit Problemlagen auch von Alleinerziehenden und ihren Kindern vertraut und könnte nach entsprechender Beschlussfassung des Kreistags seine Tätigkeit unmittelbar aufnehmen.“

PM18-014-Foto PK Projekt Alleinerziehende

Vorbehaltlich der Zustimmung des Kreistags zum Doppelhaushalt beabsichtigt Landrat Wolfgang Spreen (re.), Viktor Kämmerer die Betreuung des Projekts „Alleinerziehende“ zu übertragen.