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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

15.10.2020

Menschen brauchen bezahlbaren Wohnraum – dafür engagiert sich die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH

Kreis Kleve – Menschen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist ein Grundpfeiler sozialer Daseinsvorsorge. Der Bedarf ist groß, insbesondere in Zeiten, in denen der öffentlich geförderte Bestand an Mietwohnungen nach und nach zurückgeht. Diese Entwicklung trifft nicht nur die Ballungszentren, sie ist auch im Kreis Kleve zu beobachten, in dem die Bevölkerungszahlen entgegen dem Trend anderer Landkreise wachsen. Landrat Wolfgang Spreen hat hier schon früh Handlungsbedarf erkannt: Auf seinen Vorschlag und nach entsprechendem Beschluss durch den Kreistag des Kreises Kleve wurde die Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH (KKB) 2018 um den Bereich Wohnungswirtschaft erweitert. „Wir wollen mit unserem Engagement dazu beitragen, den so dringend benötigten günstigen Wohnraum anbieten zu können,“ so Spreen.

Bestand preisgebundener Wohnungen schrumpft

Die aktuelle Entwicklung am Mietwohnungsmarkt unterstreicht die Einschätzung des Landrats eindrucksvoll. Danach hat die NRW.Bank 2019 prognostiziert, dass der Bestand an preisgebundenen Wohnungen im Kreis Kleve bis 2030 um 35,7 Prozent – das entspricht etwa 1.800 Wohnungen – schrumpfen wird und nach derzeitigem Stand nicht durch entstehende Neubauten kompensiert wird. Diesen Trend bestätigte auch die 2018 für den Kreis Kleve erstellte Wohnungsmarktanalyse. Er sehe es als geboten an, bekräftigt der Landrat, „dieser Entwicklung entgegen zu wirken“. In diesem Zusammenhang appelliert Landrat Wolfgang Spreen dringend an die Kommunen, sich aktiv an der Schaffung öffentlichen Wohnraums zu beteiligen und mit der KKB zusammen zu arbeiten. „Stellen Sie ausreichend Bauland für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung und nehmen es in Ihre Bauleitplanungen auf.“ Es sei Aufgabe der Kommunen, vor Ort für mehr Akzeptanz für die öffentliche Wohnraumförderung zu werben. „Nur so können wir breiten Schichten der Bevölkerung bezahlbaren Wohnraum bieten“, unterstreicht Spreen. Denn es sind nach Erhebungen der NRW.Bank mittlerweile etwa 50 Prozent der Bevölkerung sowie 80 Prozent der Seniorinnen und Senioren, die einen Wohnberechtigungsschein in Anspruch nehmen können.

Bautätigkeit der KKB kann erste Erfolge vorweisen

Umso wichtiger und richtiger ist hier die Bautätigkeit der KKB, deren Aktivitäten erste Erfolge vorweisen kann. Bislang wurden rund elf Mio. Euro in die Schaffung öffentlich geförderten Wohnraums investiert. Den Anfang machte der Neubau von 28 öffentlich geförderten Wohnungen in Goch, die im Mai 2021 bezugsfertig sein werden. Weitere zehn Wohnungen werden in Issum neu gebaut; der Erstbezug ist für Oktober 2021 vorgesehen. In der Planung befindet sich der Neubau von zehn öffentlich geförderten Wohnungen in Rheurdt. Die KKB konnte Grundstücke für weitere Neubauprojekte sowie Immobilien in Kerken, Rheurdt und Straelen erwerben. Kurzfristig stehen so 75 Wohneinheiten zur Verfügung, weitere 90 befinden sich in der Planungsphase und sollen bis 2025 entstehen. Bei allen Projekten ist es eine besondere Stärke der KKB, dass die Bauten von der Planung bis zur Fertigstellung im eigenen Haus und damit aus einer Hand entwickelt und betreut sowie im eigenen Bestand verwaltet werden.

Die KKB steht in Verhandlungen mit verschiedenen Städten und Gemeinden im Kreisgebiet, aber auch mit privaten Eigentümern, um weitere Grundstücke und Immobilien erwerben und so den Bestand weiter erhöhen zu können. Denn die Nachfrage nach öffentlich geförderten Wohnungen ist hoch, schon jetzt liegen viele Anfragen interessierter Mieterinnen und Mieter für die noch entstehenden Wohnungen vor. „Anreize öffentlich gefördert zu bauen, müssen bedarfsorientiert geschaffen werden“, sagt Landrat Wolfgang Spreen mit Blick auf die Kommunen. So könnte eine Quotenregelung zur Schaffung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau, die Schaffung von Angeboten für günstige Erbbaupachtbedingungen ebenso ein Mittel sein wie eine gute Begleitung im Baugenehmigungsverfahren. „Wenn die Kommunen ihre Aktivitäten weiter verstärken und es gemeinsam mit der KKB schaffen, den so dringenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu bedienen, sollte es gelingen die Wohnsituation im Kreis Kleve nachhaltig zu verbessern“, sagt Landrat Wolfgang Spreen.

 

PM20-426-Foto Bauprojekt Goch Mittelstraße

Neubau eines Wohnhauses in Goch, Mittelstraße mit 28 öffentlich geförderten Wohnungen und einem Gemeinschaftsraum – von der Hofseite gesehen: Das Gebäude wird im Mai 2021 bezugsfertig sein. (Foto: City-Wohnen GmbH Goch)

 

PM20-426-Foto Wohnhaus in Kerken an der Hochstraße

Vorderansicht des Wohnhauses in Kerken: Das Wohnhaus mit acht vermieteten Wohnungen steht in Kerken an der Hochstraße – fünf von ihnen sind öffentlich gefördert.(Foto: KKB)