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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

21.12.2017

Monatsbericht zur Grundsicherung für Arbeitsuchende / Hohe Vermittlungsquote in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Jobcenter führen eAkte ein

Kreis Kleve – Erfreulich hoch ist die Anzahl der Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Mit 413 Vermittlungen liegt die Zahl deutlich über der Vermittlungszahl des Vormonats (257) und auch über der Vermittlungsquote des Vorjahresmonats (382). „Eine erfolgreiche Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ist für die Arbeitsuchenden wie ein Schritt in ein neues Leben“, so Landrat Wolfgang Spreen, der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jobcenter des Kreises Kleve und in den Kommunen herzlich für ihre engagierte Arbeit im Jahr 2017 dankt. Die Anzahl der Vermittlungen wird in der SGB II Statistik mit einer Wartezeit von drei Monaten abgebildet, so dass die Vermittlungszahlen aus August 2017 für den Dezemberbericht relevant sind.

Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften wird hingegen trennscharf für den aktuellen Monat ausgewiesen. So leben im Kreis Kleve im Dezember 2017 insgesamt 17.317 Menschen in 9.329 Bedarfsgemeinschaften. Im Vergleich zum November sind es 113 Bedarfsgemeinschaften weniger. Im Vorjahr war die Zahl allerdings mit 9.172 Bedarfsgemeinschaften noch etwas niedriger.

Die laufenden Fälle in den 16 örtlichen Jobcentern werden bislang in Papierform geführt. Meterweise stapeln sich die abgeschlossenen Akten in den Archiven, die anbauen müssten, würde hier nicht etwas geändert. In Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Rechenzentrum Niederrhein wurde seit Mitte 2016 die Möglichkeit der Digitalisierung entwickelt. Nachdem das Jobcenter der Stadt Kalkar gemeinsam mit dem Jobcenter des Kreises Kleve erfolgreich eine Testphase durchlaufen hat, fällt mit Beginn des kommenden Jahres der Startschuss für die Umstellung auf eine digitale Aktenführung in den übrigen örtlichen Jobcentern.

Die eAkte ist ein großer Gewinn für die tägliche Arbeit, denn statt der Bearbeitung riesiger Aktenmengen kann dank des Einsatzes der Informationstechnologie sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Wirtschaftlichkeit in den Jobcentern erhöht werden. Davon profitieren letztlich die Kunden, also die Arbeitsuchenden im Kreis Kleve. Die Jobcenter versprechen sich von der eAkte verbesserte Auskunftsmöglichkeiten, eine schnellere Antragsbearbeitung, schnelleren Aktenzugriff, der Wegfall von Suchvorgängen und die Verringerung von Lagerfläche. Bereits vorhandene Papierdokumente werden nach und nach digitalisiert. Datensicherung und Sozialdatenschutz haben dabei hohe Priorität. Eingereichte Papierunterlagen werden nach der Überführung in die eAkte noch etwa sechs Wochen aufbewahrt und danach vernichtet. Sollten Kunden ihre Originalunterlagen eingereicht haben und diese zurückerhalten wollen, müssen sie das dem örtlichen Jobcenter rechtzeitig mitteilen. Einige Dokumente bleiben dauerhaft in Papierform im Jobcenter. Dazu gehören zum Beispiel ärztliche und psychologische Gutachten oder Urkunden.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im November 2017 ein Gesamtbetrag von rund 10,26 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve entfielen hiervon rund 2,74 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft.

Bildunterschrift:

Foto aus der Veranstaltung eAkte

Auftaktveranstaltung zur Vorstellung der eAkte in der Kreisverwaltung für die Mitarbeiter in den örtlichen Jobcentern