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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

22.07.2019

Nach tödlichem Unfall im Januar in Rees an der Kreuzung L7/Groiner Kirchweg Sonderunfallkommission eingesetzt

Ergebnis nach umfangreicher Untersuchung: Keine Querungshilfe oder Tempo 50

 

Kreis Kleve – Nach dem tödlichen Unfall einer jungen Frau, die bei der Überquerung der Straße an der Kreuzung Weseler Landstraße in Höhe des Groiner Kirchwegs von einem Fahrzeug erfasst wurde, untersuchte die Sonderunfallkommission „Tödliche Unfälle“ die verkehrliche Situation in diesem Bereich. Zur Sonderunfallkommission gehören in diesem Fall die Polizei, die Stadt Rees, Straßen NRW und die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Kleve.

Nach Auswertung des Verkehrsprofils und Ermittlung der Fußgängerzahl, die hier zu verschiedenen Tageszeiten die Straße überqueren, hat die Sonderunfallkommission keine Maßnahmen empfohlen. Weder eine Querungshilfe, noch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h seien angezeigt.

Aus Sicht der Mitglieder der Sonderunfallkommission ist die Aufklärung über den Gefahrenbereich das sinnvollste Mittel, um Verkehrsunfälle an dieser Stelle zu verhindern. Dazu werden die Bewohnerinnen und Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung regelmäßig wiederkehrend auf den sicheren Weg in die Innenstadt über die Ampelkreuzung Melatenweg hingewiesen, der einen zumutbaren Umweg von rund 150 Meter bedeutet. Die Aufklärung über den Gefahrenbereich und die Hinweise auf die sichere Alternative werden sowohl von der Einrichtung als auch von der Stadt Rees sehr ernst genommen und in verschiedenen Sprachen kommuniziert.

Die Entscheidung gegen eine Querungshilfe ist auch durch Richtwerte begründet, die laut den Empfehlungen für Fußgängerverkehrsanlagen bei 50 Personen in Spitzenstunden liegen. Die Zählungen der Stadt Rees ergaben eine deutlich niedrigere Zahl von nur vier bis höchstens 18 Personen, die die Weseler Landstraße dort zu Fuß in der Stunde überqueren. In Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Umweg von rund 150 Metern das sichere Überqueren ermöglicht, wäre hier eine zusätzliche Querungshilfe nicht angezeigt.

Für eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h müsste es sich um eine Stelle handeln, an der sich häufig Unfälle ereignen. Der tragische Unfall im Januar alleine kann die Geschwindigkeitsreduzierung auf 50 km/h leider nicht begründen. Hinzu kommt, dass die Geschwindigkeitsmessungen an dieser Stelle keine überhöhten Geschwindigkeiten ergaben. Trotzdem werden an der Stelle in der nächsten Zeit durch die Polizei und die Bußgeldstelle des Kreises Kleve Geschwindigkeitsüberwachungen durchgeführt.