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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

23.11.2020

Nur wer von HIV weiß, kann von den Vorteilen der Behandlung profitieren

Hinweise des Gesundheitsamtes des Kreises Kleve zum Welt-AIDS-Tag 2020

 

Kreis Kleve – Ein rechtzeitiger HIV-Test kann schwere Schäden am Immunsystem und den Ausbruch einer Aids-Erkrankung verhindern. Dies gilt auch während der aktuellen Corona-Pandemie. Das Gesundheitsamt des Kreises Kleve weist anlässlich des diesjährigen Welt-AIDS-Tages auf das bestehende Beratungs- und Testangebot zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen hin. Corona-bedingt wurden die Abläufe des Beratungs- und Testangebots angepasst. Deshalb ist vorab eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle im Gesundheitsamt unter den Rufnummern 02821 85-507 und 02831 391-829 erforderlich. Der Welt-AIDS-Tag findet seit 1988 alljährlich am 01. Dezember statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf.

Kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung

„Wir möchten alle, die Fragen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen haben, ermutigen, auch während der Corona-Pandemie die kostenlose, anonyme und vertrauliche Beratung im Gesundheitsamt in Anspruch zu nehmen“, erläutert Amtsärztin Dr. Martina Scherbaum. „Nur wer von HIV weiß, kann von den Vorteilen der Behandlung profitieren.“ Eine frühzeitige Behandlung schützt das Immunsystem und senkt das Risiko, AIDS oder andere schwere Krankheiten zu entwickeln. Menschen mit HIV haben heute eine nahezu normale Lebenserwartung. Hinzu kommt, dass eine wirksame Therapie die Anzahl der Viren soweit reduzieren kann, dass HIV auch beim Sex ohne Kondom nicht übertragen wird. In der Folge bedeutet dies auch, dass unter wirksamer Therapie HIV-infizierte Personen Kinder zeugen und HIV-positive Frauen HIV-negative Kinder gebären können, ohne auf künstliche Befruchtung und Kaiserschnitt ausweichen zu müssen. „Wir hoffen, dass die Botschaft zum Abbau der Diskriminierung von Personen mit HIV beiträgt, damit mehr Menschen den Weg zu Beratung, Test und Behandlung finden“, so Dr. Scherbaum. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Kreises Kleve (hier).

 

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Zur Erklärung:

Zwischen HIV und AIDS unterscheidet man. HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“, übersetzt also etwa „menschliches Abwehrschwäche-Virus“. HIV schädigt körpereigene Abwehrkräfte, die auch Immunsystem genannt werden, erklärt die Deutsche AIDS-Hilfe auf ihrer Internetseite www.aidshilfe.de. So kann der Körper eindringende Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren nicht mehr bekämpfen. Im schlimmsten Fall treten dann bestimmte lebensbedrohliche Erkrankungen auf, zum Beispiel schwere Lungenentzündungen. Dann spricht man von AIDS. Diese Abkürzung steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, also „Erworbenes Abwehrschwäche-Syndrom“.