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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

28.01.2021

Örtlicher Beirat SGB II hat Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2021 beschlossen

Jobcenter Kreis Kleve legt Januar-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

 

Kreis Kleve – Bei der jüngsten Sitzung des Örtlichen Beirats SGB II im Kreis Kleve wurden die Mitglieder als Partner und Akteure auf dem Arbeitsmarkt über aktuelle Entwicklungen informiert und in die Jahresplanung einbezogen. Hierzu gehören die Agentur für Arbeit, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, die Kreishandwerkerschaft Kleve, die Landwirtschaftskammer NRW, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Kleve, die Wirtschaftsförderung Kreis Kleve, ein Vertreter der Kommunen, die Regionalagentur Niederrhein und die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Kreises Kleve. Der Örtliche Beirat SGB II berät das Jobcenter Kreis Kleve als Träger der Grundsicherung bei der Gestaltung der Eingliederungsmaßnahmen. So wurde beispielsweise das „Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2021“ vorgestellt und von den Mitgliedern beschlossen. Hierbei handelt es sich um den „Fahrplan“ des Jobcenters Kreis Kleve, der alle angebotenen Maßnahmen, Projekte und Förderinstrumente der aktiven Arbeitsmarktförderung für das Jahr 2021 enthält. Die Covid-19-Pandemie beeinflusst auch die zentralen Zielsetzungen des Jobcenters Kreis Kleve für das laufende Jahr. „In diesen Monaten der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, dass wir weiterhin Beratungs- und Unterstützungsleistungen für erwerbsfähige Leistungsberechtigte anbieten. Dies erfolgt derzeit bereits häufig in digitaler Form“, so Landrätin Silke Gorißen. „Unsere Ziele für das Jahr 2021 sind, die digitalen Angebote und Kompetenzen im Jobcenter Kreis Kleve stetig und zukunftsfähig zu erweitern.“

Eine Vielzahl von Unterstützungsleistungen erhalten zudem langzeitarbeitslose erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Ziel ist es, Langzeitarbeitslosigkeit und den Langzeitleistungsbezug zu vermeiden und zu verringern. Auch in dieser wirtschaftlich angespannten Zeit werden dafür verschiedene Aktivierungsmaßnahmen und Förderinstrumente zur Eingliederung dieser Personen in Arbeit und zur Teilhabe am Arbeitsmarkt angeboten. Auch für die Zielgruppe der Unter-25-Jährigen wird ein umfangreiches Maßnahmenpaket angeboten, das die jungen Menschen auf eine Ausbildung oder den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Das Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2021 des Jobcenters Kreis Kleve ist auf den Internetseiten des Kreises Kleve abrufbar (hier).

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Januar 2021 sank die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften um 8 auf nunmehr 7.721. Aktuell leben 13.928 Personen im Kreis Kleve in diesen Bedarfsgemeinschaften, davon sind 10.306 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den verbleibenden 3.622 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreis Kleve befinden sich etwa 5,2 im SGB-II-Leistungsbezug.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Im September 2020 konnten 271 Personen in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten vermittelt werden. Weitere 90 Personen arbeiten nun in einem Minijob.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Dezember 2020 ein Betrag in Höhe von 9,9 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 1,37 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Im Jahr 2020 lagen die finanziellen Aufwendungen insgesamt bei rund 109,5 Mio. Euro. Dies sind etwa 1,69 Mio. weniger als im Jahr 2019 (111,2 Mio. Euro).