Direkt zu:
Sprache

Suche
Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.07.2020

Offene Ausbildungsstellen bieten Chancen auf Unabhängigkeit von Sozialleistungen

Nachvermittlungsaktion im Jobcenter Kreis Kleve

 

Kreis Kleve – Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung fällt der gute Start ins Erwerbsleben leichter. Auch Handwerk, Handel, Dienstleister und Industrie benötigen qualifizierten Nachwuchs, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die aktuelle Corona-Pandemie jedoch verändert die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in der Region. Einige Betriebe verzichten in diesem Jahr auf neue Auszubildende. Oder die Unternehmerinnen und Unternehmer verschieben die Besetzung freier Ausbildungsstellen in den frühen Herbst 2020. Daneben gibt es allerdings auch zahlreiche Unternehmen, deren Ausbildungsplätze noch „unbesetzt“ sind oder die kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz für den Ausbildungsstart 2020 anbieten. Somit gilt es, auch in diesem Jahr möglichst „treffsicher“ Angebot und Nachfrage zusammenzuführen.

Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz zum 01. August oder zum 01. September 2020 gefunden haben, können im Rahmen der diesjährigen Nachvermittlungsaktion, die das Jobcenter Kreis Kleve mit der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und der Handwerkskammer Düsseldorf durchführt, bei ihrer Suche nach dem „richtigen“ Ausbildungsplatz unterstützt werden. Interessierte Berufsanfänger wenden sich dafür an die Fallmanagerinnen und Fallmanager in den örtlichen Jobcentern. Eine Übersicht der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner ist auf der Internetseite des Kreises Kleve hinterlegt (hier). „Die Vermittlung in eine Berufsausbildung bietet die Chance auf eine nachhaltige Unabhängigkeit von Sozialleistungen“, so Landrat Wolfgang Spreen.

Gruppen- und Einzelgespräche

Am 01. Oktober beginnt formal die Nachvermittlungszeit im Rahmen des Ausbildungskonsens NRW, die dann bis Ende Januar dauert. Bereits jetzt schlagen die Fallmanagerinnen und Fallmanager der örtlichen Jobcenter im Kreis Kleve hierfür unversorgte junge Menschen vor. Ab Oktober können diese an verschiedenen Angeboten und Veranstaltungen teilnehmen. Außerdem bieten die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve sowie die Handwerkskammer Düsseldorf Beratungsgespräche in Kleingruppen rund um das Thema „Ausbildung“ an. Ausbildungsplatz-Suchende können sich auch über das Internetportal www.jobzentrale-kreis-kleve.de informieren. Hierbei handelt es sich um einen kostenlosen Service des Jobcenters Kreis Kleve für alle Jobsuchenden. Der Menüpunkt „jobNEWSAusbildung“ zeigt freie Ausbildungsplätze im Kreis Kleve und in der Region. Der Weg zum gewünschten Ausbildungsplatz kann auch über eine so genannte Einstiegsqualifizierung – ein längeres Praktikum zur Berufsorientierung – führen.

Weniger SGB-II-Bedarfsgemeinschaften

Der aktuelle Bericht „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ zeigt, dass die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Juli 2020 gesunken ist (minus 44), und zwar auf nunmehr 8.157. Von den 14.703 Betroffenen sind 10.891 erwerbsfähig, bei den verbleibenden 3.812 handelt es sich in der Regel um Kinder. Die Zahl der Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt, die in der Statistik nach einer dreimonatigen Wartezeit erfasst werden, lag im März 2020 mit 286 auf einem guten Niveau. 188 Integrationen erfolgten in sozialversicherungspflichtige Arbeit, weitere 98 in Minijobs.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Juni 2020 ein Gesamtbetrag in Höhe von rund 9,42 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,22 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher wurden im Jahr 2020 (Januar bis Juni) insgesamt 53,74 Mio. Euro aufgewendet.