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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

31.01.2019

Schnelle Hilfe für 244 Alleinerziehende in 2018 aus dem Projekt EFUS des Kreises Kleve

Es geht weiter: Neue Beratungsstelle in Geldern

Kreis Kleve - Seit diesem Tag stehen Taschentücher auf dem Tisch. Viktor Kämmerer weiß noch genau warum. Eine sechsfache Mutter, die unverschuldet in eine Notlage geraten war, benötigte zur Anschaffung eines Fahrzeugs finanzielle Unterstützung. Längst war sie in einer scheinbar ausweglosen Situation gefesselt – bis sie sich mit ihrer Geschichte bei EFUS, dem Projekt zur Förderung und Stärkung von Einelternfamilien im Kreis Kleve, meldete. „Sie vertraute sich uns an – und wir konnten ihr helfen“, sagt Projektleiter Viktor Kämmerer. Schnell, unbürokratisch, menschlich und entgegenkommend - für Betroffene ein Glücksfall.

Dieses Schicksal ist eines von insgesamt 244 im vergangenen Jahr. Sie alle kamen als Alleinerziehende mit ihren Nöten auf EFUS zu und erfuhren Hilfe. Bei EFUS gibt es Unterstützung, die über SGB II hinaus geht und finanzielle Hilfe, für die keine Behörde zuständig ist. Ob im Klever Büro an der Lindenallee, über einen der 13 Kooperationspartner und Sozialarbeiter im gesamten Kreisgebiet oder auf ganz anderem Wege: Schulden, Sorgen und Ängste prägten den Alltag der Menschen, die Hilfe von EFUS bekamen.

Aktuell neu ist eine Beratungsstelle in Geldern hinzugekommen – montags und mittwochs werden dort Beratungen durchgeführt. „Nach einem Erstgespräch und einem Besuch zuhause können wir uns ein Bild von der Gesamtsituation verschaffen und da helfen, wo es notwendig ist“, beschreibt Viktor Kämmerer. „Manchmal fehlt es an Kleidung für die Kinder und ein anderes Mal geht es um die Anschaffung von Möbeln“, schildert der Projektleiter weiter, „wir hören zu, helfen und entscheiden dann individuell.“ Einzig bei Wohnungsproblemen kann EFUS meistens keine Unterstützung leisten – weder bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie, noch bei Unstimmigkeiten mit dem Vermieter.

In dem zweijährigen Projekt EFUS geht es darum, Einelternfamilien in ihrem Alltag zu unterstützen und ihnen das Leben dadurch zu erleichtern. Ihre Situation soll nachhaltig verbessert werden. Vertraulichkeit der Gespräche hat oberste Priorität. Das Motto ist einfach und doch stark: „Wir können viel, wir können nicht alles, aber wir versuchen alles“, verspricht Viktor Kämmerer. Gemeinsam mit den Sozialarbeitern vor Ort, welche die Gegebenheiten, Möglichkeiten und Grenzen bestehender Angebote kennen, wird für jede Familie das Bestmögliche umgesetzt. Auch Teilprojekte, wie beispielsweise Mutter-Kind-Ausflüge mit dem Frauenhaus oder Alleinerziehenden-Treffs, gehören zu dem, was EFUS leisten kann.

EFUS steht als Abkürzung für Einelternfamilien fördern und stärken. Der Projektleiter und Ansprechpartner ist Viktor Kämmerer, Lindenallee 23, 47533 Kleve, Telefon 02821 8960 699. Per E-Mail ist EFUS erreichbar unter efus@kreis-kleve.de. Informationen im Netz gibt es auf www.kreis-kleve.de/efus.

Foto von Herrn Kämmerer vor dem EFUS Plakat

Projektleiter Viktor Kämmerer berät und unterstützt Alleinerziehende im Auftrag des Kreises Kleve

Foto: EFUS