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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.08.2019

Stark. Sozial. Vor Ort – Jobcenter Kreis Kleve

Bundesweite Aktionswoche der 104 kommunalen Jobcenter

 

Kreis Kleve – Mit einer bundesweiten Aktionswoche weisen die insgesamt 104 kommunalen Jobcenter vom 26. bis zum 30. August 2019 auf die Kampagne „Stark. Sozial. Vor Ort“ des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städtetages hin, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen. Bereits seit dem Jahr 2005 erbringt das Jobcenter Kreis Kleve die Leistungen für langzeitarbeitslose Arbeitsuchende eigenverantwortlich „in Eigenregie“. Aktuell sind es gut 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Kreis Kleve in den Jobcentern vor Ort gebündelte Leistungen aus einer Hand bieten. „Das Jobcenter Kreis Kleve ist nah am Menschen“, betont Landrat Wolfgang Spreen. „Kurze Wege, rasche Entscheidungen und ein aktives Netzwerk zu den Arbeitsmarktakteuren im Kreisgebiet sorgen für eine intensive Betreuung der arbeitsuchenden Kundinnen und Kunden.“

Für Nordrhein-Westfalen haben der Landkreistag NRW und der Städtetag NRW in der bundesweiten Aktionswoche den Donnerstag, 29. August 2019, als „NRW-Tag“ festgelegt. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen 18 kommunale Jobcenter, die für ein Gebiet mit insgesamt sechs Millionen Einwohnern zuständig sind. Sie sorgen für rund 350.000 Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung benötigen und bringen jährlich rund 80.000 Menschen in nachhaltige Jobs. Das Jobcenter Kreis Kleve betreut aktuell 15.162 Menschen im Kreisgebiet. Davon erhalten 4.089 Personen – in der Regel Kinder – Sozialgeld. Die übrigen 11.703 sind so genannte „erwerbsfähige Leistungsberechtigte“. Pro Jahr werden etwa 4.500 Langzeitarbeitslose in Arbeit vermittelt. Landrat Spreen: „Jede Integration in Arbeit bietet dem betroffenen Menschen die Chance auf eine nachhaltige Unabhängigkeit von Sozialleitungen.“ Ziel der bundesweiten Kampagne ist, die Arbeit und Stärken der kommunalen Jobcenter deutlicher ins Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger, der politisch Verantwortlichen sowie der Unternehmerinnen und Unternehmer zu rücken.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (BG) im Kreisgebiet hat sich weiter verringert. Die aktuelle Monatsstatistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende des Jobcenters Kreis Kleve weist für den Monat August 8.243 BG (minus 51) aus, in denen insgesamt 15.162 Menschen leben. Im Vergleich zum August 2018 hat sich die Zahl der betreuten Menschen um 1.390 verringert. Die Vermittlungen in Arbeit werden mit einer Wartezeit von drei Monaten in der Statistik abgebildet. So konnten im April 2019 insgesamt 274 Personen (70 Prozent) in eine versicherungspflichtige Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung vermittelt werden, weitere 113 Menschen (30 Prozent) arbeiten nun in einem Minijob.

Zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II wurde im Juli 2019 ein Gesamtbetrag von rund 9,46 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon rund 2,26 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2019 (Januar bis Juli) bei insgesamt rund 65,0 Mio. Euro.

 

PM19-113-Signet der Aktionswoche der kommunalen Jobcenter

Die Bedeutung der dezentralen Arbeitsmarktpolitik steht im Mittelpunkt der Aktionswoche der kommunalen Jobcenter.