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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

06.11.2019

Vierfache Mutter kehrt nach zwölf Jahren ins Berufsleben zurück: Projekt „Perspektive Wiedereinstieg“ schreibt Erfolgsgeschichten

Kreis Kleve Nach zwölf Jahren Familienphase hat die vierfache Mutter Stefanie Horster, gelernte Raumausstatterin und Industriekauffrau, den Wiedereinstieg in eine Teilzeitstelle geschafft. Nachdem sie viele Jahre in erster Linie ihre Kinder betreut hat, suchte sie nun nach einer Arbeit, in der sie ihre Fähigkeiten einsetzen kann. Darüber hinaus wollte sie einen finanziellen Beitrag zum Familienbudget leisten und ihren eigenen Rentenanspruch verbessern. Stefanie Horster hat sich Unterstützung geholt und ein Angebot des Projekts „Perspektive Wiedereinstieg Niederrhein“ in Anspruch genommen, das sie auf dem Fraueninformationstag in Kleve kennengelernt hat. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive Wiedereinstieg – Potenziale erschließen“ (PWE) durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds gefördert und in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt. PWE begleitet Frauen und Männer beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer Phase der Kinderbetreuung oder Pflege. Seit diesem Jahr sind ebenso beschäftigte Frauen mit Familienaufgaben angesprochen, die sich beruflich weiterentwickeln oder verändern möchten. Schwerpunkt des für die Teilnehmenden kostenfreien Projekts ist das Einzelcoaching, in dem Stärken und Ziele erarbeitet, das Bewerbungsmanagement verbessert und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Blick genommen werden. Zusätzlich können Gruppenmodule wie eine Potenzialanalyse, aber auch Online-Seminare zur Qualifizierung genutzt werden. „Vor der Teilnahme war ich mir unsicher, ob ich alles schaffe und ob ich einen Arbeitgeber finde, der nicht nur die zwölf Jahre Familienphase sieht, sondern auch meine Kompetenzen anerkennt“, resümiert Horster. Inzwischen hat sie einen passenden Arbeitgeber gefunden und ist sehr zufrieden mit ihrer abwechslungsreichen Tätigkeit. Sie ist eine von über 400 Teilnehmenden, die das Projekt am Niederrhein in Anspruch genommen haben. Mehr als 70 Prozent von ihnen nahmen eine Beschäftigung auf. Die Veränderung der Rahmenbedingungen und die gesellschaftliche Offenheit sind jedoch notwendig. „Meine Familie steht hinter mir und wir verteilen Aufgaben um, denn alles kann und muss man nicht schaffen. Außerdem arbeite ich in einem tollen Team“, berichtet Horster. Ein Kennenlern-Gespräch mit den Projekt-Koordinatorinnen Gabriele Hendricks oder Raffaela Ferraro kann gerne telefonisch unter der Nummer 02821 9741160 vereinbart werden. Bei Fragen zum Thema „Wiedereinstieg in den Beruf“ steht auch die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Kleve, Sandra Poschlod-Grause, unter der Telefonnummer 02821 85-542 oder per E-Mail gleichstellungsbeauftragte@kreis-kleve.de zur Verfügung.

 Foto zum Erfolg des Projekts Perspektive Wiedereinstieg

 Raffaela Ferraro vom Projekt Perspektive Wiedereinstieg (li) und Teilnehmerin Stefanie Horster freuen sich über die gelungene Rückkehr ins Berufsleben.

Foto: PWE