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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

29.09.2020

Weiterhin kritische Lage auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Corona-Krise

Jobcenter Kreis Kleve legt September-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

  

Kreis Kleve – Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Kleve bleibt angesichts der fortbestehenden Corona-Pandemie kritisch, auch wenn die negativen Auswirkungen der Corona-Krise der vergangenen Monate im September ein wenig nachgelassen haben. Die aktuelle Auswertung des Jobcenters Kreis Kleve weist im Kreisgebiet aktuell 7.964 so genannte SGB-II-Bedarfsgemeinschaften aus – 230 weniger als im August. „Das sind gute Nachrichten“, so Landrat Wolfgang Spreen. „Ungeachtet dieser positiven Signale darf jedoch nicht vergessen werden, dass sich auch im Kreis Kleve noch zahlreiche Unternehmen und ihre Beschäftigten in Kurzarbeit befinden.“ Von den 14.450 Menschen, die in diesen Bedarfsgemeinschaften leben, sind 10.644 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Bei den weiteren 3.806 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. Somit werden aktuell die Zahlen aus dem Monat Mai abgebildet, als die Folgen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt deutlich sichtbar wurden. So konnten im Mai 2020 lediglich 118 Personen durch die Jobcenter in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Die Vorjahreszahl aus Mai 2019 von 245 wurde somit – wie bereits die Zahlen im April – halbiert. Ebenso verhält es sich bei den Vermittlungen in Minijobs. Im Mai 2020 starteten 52 Personen in einem Minijob – im Vorjahren waren es 109. Landrat Spreen: „In den vergangenen drei Jahren hatte uns die sehr stabile, gute Wirtschaftslage im Kreisgebiet hohe Vermittlungszahlen ermöglicht. Die nun erkennbaren ‚Halbierungen‘ der erfolgreichen Vermittlungen in Arbeit waren angesichts der Corona-Krise leider zu erwarten.“

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im August 2020 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,31 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,17 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bislang lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2020 (Januar bis August) bei insgesamt 72,39 Mio. Euro.