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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

31.08.2020

Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften im Kreis Kleve erneut gestiegen

Jobcenter legt August-Statistik zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vor

  

Kreis Kleve – Im Kreis Kleve leben derzeit 14.813 Menschen in 8.194 so genannten SGB-II-Bedarfsgemeinschaften. Die Zahl der Menschen, die diese Transferleistungen erhalten, ist in den vergangenen Monaten aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wieder gestiegen. 10.963 der aktuell betroffenen Menschen sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte – bei den verbleibenden 3.850 Sozialgeldempfängern handelt es sich in der Regel um Kinder. Mehr als die Hälfte der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Kreis Kleve ist zwischen 25 und 49 Jahre alt. Der Frauenanteil liegt in dieser Altersgruppe bei 53,7 Prozent. Von 100 Einwohnerinnen und Einwohnern im Kreisgebiet befinden sich etwa 5,6 im SGB-II-Leistungsbezug. Im überregionalen Vergleich liegt der Wert bundesweit bei 7,2 und landesweit bei 9,6. In den Nachbarkreisen liegt diese Quote in Wesel bei 7,7, in Viersen bei 6,3 und in Borken bei 4,3.

Die Zahlen der Vermittlung in Arbeit werden in der Statistik des Jobcenters Kreis Kleve mit einer dreimonatigen Wartezeit erfasst. In die August-Statistik gehen somit die Vermittlungszahlen aus dem Monat April ein. Auch hier zeigen sich deutliche „Corona-Effekte“. Im April 2020 konnten lediglich 133 Personen in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit vermittelt werden. Weitere 48 Menschen arbeiten nun in einem Minijob. Diese Zahlen haben sich im Vergleich zum Monat April 2019 mehr als halbiert! Im Vorjahres-Monat nahmen 274 Personen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf – 113 starteten mit einem Minijob.

Kosten der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Im Juli 2020 wurde zur Erfüllung des gesamten Aufgabenspektrums des SGB II ein Betrag in Höhe von rund 9,34 Mio. Euro aufgewendet. Auf den Kreis Kleve und die Kommunen entfielen hiervon etwa 2,22 Mio. Euro für die Kosten der Unterkunft. Bisher lagen die finanziellen Aufwendungen im Jahr 2020 (Januar bis Juli) bei insgesamt 63,08 Mio. Euro.