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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

Betreuungen

Wann kann ein rechtlicher Betreuer bestellt werden?

Wir alle können durch eine Krankheit, einen Unfall oder im Alter in eine Lage kommen, in der wir für uns selbst keine Entscheidungen mehr treffen können.

Wer auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten nicht selbstständig besorgen kann, kann Hilfe durch einen rechtlichen Betreuer erhalten. Der Betreuer vertritt den Betreuten rechtlich im erforderlichen Umfang. Über die Bestellung eines Betreuers und die Aufgabenkreise des Betreuers entscheidet das Vormundschaftsgericht. Andere Hilfen können aber auch durch einen Bevollmächtigten geleistet werden. Wenn also - rechtzeitig bevor Hilfebedürftigkeit eintritt - ein anderer Mensch bevollmächtigt wird, braucht kein Betreuer bestellt zu werden.

Welche Aufgaben nimmt ein Betreuer wahr?

Ein Betreuer erhält nur für die Bereiche Vertretungsrechte, die der Betroffene nicht mehr selbst regeln kann. Alles, was ein Betroffener noch selbst erledigen kann, kann nicht zum Aufgabenkreis eines Betreuers gehören. Die Aufgabenkreise des Betreuers werden also auf das Notwendige beschränkt.

Der wichtigste Grundsatz in der Betreuungsarbeit lautet: Betreuen statt bevormunden. Der Betreuer hat die Angelegenheiten des Betroffenen so zu besorgen, wie es dessen Wohl entspricht. Hierzu gehört auch die Möglichkeit des Betroffenen, im Rahmen seiner Fähigkeiten sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Der Betreuer hat Wünschen des Betroffenen zu entsprechen, soweit dies dessen Wohl nicht schadet und es dem Betreuer zuzumuten ist. Dies gilt auch für Wünsche, die der Betreute vor der Bestellung eines Betreuers geäußert hat.

Wie kommt es zur Bestellung eines Betreuers?

Ein Betroffener kann für sich beim Vormundschaftsgericht einen Antrag auf Bestellung eines Betreuers stellen. Jeder andere kann die Bestellung eines Betreuers anregen. Nach dem Antrag oder der Anregung ermittelt das Gericht den Sachverhalt. Es bestellt einen Gutachter, eventuell auch einen Verfahrenspfleger, der die Interessen des Betroffenen im Verfahren wahrnehmen soll.

Nach einer Anhörung, die in der Regel beim Betroffenen stattfindet, entscheidet das Gericht, ob ein Betreuer bestellt wird, welche Aufgaben ihm übertragen werden, wer zum Betreuer bestellt wird und wann überprüft wird, ob die Bestellung eines Betreuers weiterhin erforderlich ist. Dies muss nach spätestens fünf Jahren erfolgen.

Wer kann Betreuer werden?

Bei der Auswahl des Betreuers sind die Wünsche des Betroffenen zu berücksichtigen. Etwa 60 Prozent aller Betreuungen im Kreis Kleve werden ehrenamtlich geführt. Überwiegend sind die Betreuer Familienangehörige. Aber auch jeder andere geeignete volljährige Mensch kann das Amt des Betreuers übernehmen. Steht ein ehrenamtlicher Betreuer nicht zur Verfügung oder ist professionelles Handeln erforderlich, kann auch ein beruflich tätiger Betreuer bestellt werden.

Wenn Sie sich dafür interessieren, ehrenamtlicher Betreuer zu werden, melden Sie sich bei der Betreuungsbehörde des Kreises Kleve.

Wer beaufsichtigt die Tätigkeit des Betreuers?

Das Vormundschaftsgericht überwacht die gesamte Tätigkeit des Betreuers. Der Betreuer muss jährlich Bericht erstatten und, soweit er für Vermögensangelegenheiten zuständig ist, Rechnung legen. Sind Vater, Mutter, ein Ehegatte oder ein Kind zum Betreuer bestellt, sind diese von der jährlichen Rechnungslegung befreit.

Welche Kosten entstehen bei der Betreuung?

Die Kosten einer Betreuung sind zum einen Verfahrenskosten bei der Bestellung eines Betreuers (Gerichtskosten, die Kosten für einen Verfahrenspfleger und für einen Gutachter), zum anderen entstehen Kosten in der laufenden Betreuung: Der Aufwendungsersatz für den Betreuer in Höhe von 323 Euro jährlich und, wenn ein Berufsbetreuer bestellt ist, die Vergütung für den Berufsbetreuer. Die Höhe der Vergütung beträgt je nach Qualifikation des Berufsbetreuers zwischen 27 und 44 Euro pro Stunde.

Grundsätzlich trägt der Betroffene die Kosten der Betreuung selbst. Ist er mittellos, so tritt die Staatskasse ein.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Mitarbeiter/in:

AufgabenbereichMitarbeiter/inTelefon/FaxRaum

Gesetzliche Betreuungen A-K für Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch, Kleve, Kranenburg, Rees, Uedem, Kalkar

Beratung zu Vorsorgevollmachten und Betreunngsverfügungen

Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen auf Vorsorgevollmachten

Herr Werth

T.: 02821 85-472

F.: 02821 85-152

E.213

Gesetzliche Betreuungen L-Z für Bedburg-Hau, Emmerich am Rhein, Goch, Kleve, Kranenburg, Rees, Uedem, Kalkar

Beratung zu Vorsorgevollmachten und Betreunngsverfügungen

Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen auf Vorsorgevollmachten

Frau Kempen

T.: 02821 85-517

F.: 02821 85-152

 

E.212

Gesetzliche Betreuungen A-Z für Issum, Kevelaer, Weeze

Beratung zu Vorsorgevollmachten und Betreunngsverfügungen

Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen auf Vorsorgevollmachten für den gesamten Südkreis Kleve

 

Gesetzliche Betreuungen A-Z für Geldern, Kerken, Straelen, Rheurdt, Wachtendonk

Frau Aymanns-Kock

 

 

 

 

 

Herr Schlüter

T.: 02831 391-850

F.: 02831 391-860

 

 

 

T.: 02831 391-850

F.: 02831 391-860

2.150

 

 

 

 

 

 

2.150

Mitzubringende Unterlagen

Für die Beglaubigung von Vorsorgevollmachten ist die Vorlage eines gültigen Personalausweises notwendig.

Gebühren

Pro Beglaubigung werden Gebühren in Höhe von 10,00 € erhoben. In Einzelfällen kann von einer Gebührenerhebung abgesehen werden.

Öffnungszeiten

Generelle Öffnungszeiten

mo - do9:00 - 16:00
fr9:00 - 12:00

Für die Beglaubigung von Vorsorgevollmachten wird um vorherige TErminabsprache gebeten.