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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

Blauzungenimpfung

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, für die alle Wiederkäuer bzw. Tiere empfänglich sind. Sie wird durch ein Virus verursacht, das durch infizierte Stechmücken (Gnitzen) übertragen wird. Das klinische Krankheitsbild geht mit schmerzhaften Haut- und Schleimhautentzündungen am Kopf, den Geschlechtsorganen, den Zitzen und am Kronsaum der Klauen einher. Neben Leistungseinbußen durch Milchrückgang, Gewichtsverlust und Aborte führen schwere Verlaufsformen auch zu hohen Sterblichkeitsraten (insbesondere bei Schafen). Da die den Erreger übertragenden Gnitzen durch den Wind weiträumig (bis zu 150 km) verbreitet werden können, weist die Blauzungenkrankheit eine starke Ausbreitungstendenz auf.

Sie lässt sich durch die aktive, serotyp-spezifische Immunisierung empfänglicher Wiederkäuer sicher verhindern.
Tierhaltern wird deshalb die freiwillige Impfung ihrer Wiederkäuer angeraten.
Für Tierhalter innerhalb von Restriktionszonen gilt ein Verbringungsverbot ungeimpfter, nicht untersuchter Wiederkäuer. Hieraus ergibt sich vor der Verbringung die Notwendigkeit zu impfen [EG Nr. 1266/2007]. Darüber hinaus ist insbesondere den Tierhaltern hochgradig empfänglicher Spezies (kleiner Wiederkäuer) die Impfung auch aus Gründen des Tierwohls dringend zu empfehlen.

Mit Änderung der EG-Blauzungenbekämpfung-Durchführungsverordnung wurde beim Kreis Kleve durch eine Allgemeinverfügung vorsorglich die Möglichkeit zur Genehmigung von freiwilligen (vorbeugenden) Schutzimpfungen gegen BT geschaffen.

Aktuelle Informationen zur Ausbreitung und Impfung erhalten Sie auf der Homepage des FLI.

Hinweise

Im Hinblick auf das innerstaatliche bzw. innergemeinschaftliche Verbringen von Tieren aus Restriktionszonen in freie Gebiete ist die Nachvollziehbarkeit der BT-Impfungen erforderlich. Insofern sind die durchgeführten Impfungen durch den Tierhalter selbst oder durch einen von ihm beauftragten Dritten (z. B. Impftierarzt) in der HIT-Datenbank zu erfassen. Dies ermöglicht einerseits den zuständigen Behörden am Bestimmungsort Plausibilitätsprüfungen vorzunehmen und zum anderen ist die Erfassung der BT-Impfungen als Grundlage für Zertifizierungen der ergänzenden Garantien im innergemeinschaftlichen Handel von Tieren erforderlich.

Rechtliche Grundlagen

EG-Blauzungenbekämpfung- Durchführungsverordnung


Ansprechpartner/in

Daten des jeweiligen Ansprechpartners
Aufgabenbereich Mitarbeiter/in Telefon/Fax Raum
Amtsärztlicher Dienst,
Frau Scheers 02821 85-719
02821 85-230
O.774
Verwaltungssachbearbeitung,
Frau Hahn 02821 85-718
02821 85-230
O.773