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Titelfoto: Fahrradfahrer auf dem Deich Titelfoto: Ansicht des Ausländeramtes Titelfoto Kreis Kleve Titelfoto: Ansicht der Kreisverwaltung in Kleve

Wasserrahmenrichtlinie

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL, 2000/60/EG) legt für alle Gewässer, für Bäche, Flüsse, Seen, für das Grundwasser und die Küstengewässer grundsätzliche Umweltziele fest. Sie ist am 22.12.2000 in Kraft getreten und mit der Novellierung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) vom 31.07.2009 in nationales Recht umgesetzt worden.

Die Oberflächengewässer sind Lebensräume für eine vielfältige Fauna und Flora. Um die Artenvielfalt zu erhalten bzw. zu stärken, bilden gute Zustände und Potentiale grundsätzliche Ziele.

Zur Zielerreichung muss die Bewirtschaftung der Gewässer im jeweiligen Einzugsgebiet abgestimmt erfolgen. Hierzu wurden u.a. die für den Kreis Kleve relevanten Flussgebietseinheiten Rhein und Maas in Teileinzugsgebiete und Planungseinheiten  unterteilt. Teileinzugsgebiete sind dabei "Rheingraben-Nord", "Deltarhein", "Maas-Nord NRW", Planungseinheiten sind „PE RHE 1000 Rheinzuflüsse Xanten-Kleve / Bimmen“, „PE RHE 1500 Hauptgewässer Rhein“, „PE DEL 1600 Deltarheinzuflüsse“, „PE ISS 1000 Issel“, „PE NIE 1000 Mittlere und Untere Niers ohne Nette“, „PE NIE 1200 Nette“, „PE MSN 1500 nördliche und sonstige Maaszuflüsse“.

Der erste vom Land NRW aufgestellte Bewirtschaftungsplan und das zugehörige Maßnahmenprogramm für den Umsetzungszyklus 2010 bis 2015 sind Ende 2009 verabschiedet worden. Beteiligt wurden die Wasserverbände, Kommunen, Interessenvertretungen und die Öffentlichkeit. Bis 2012 erarbeiteten die Verbände und Kommunen als sogenannte Maßnahmenträger die Umsetzungsfahrpläne, die umfangreiche Maßnahmen in den Bereichen Gewässerausbau, Gewässerunterhaltung und Gewässerentwicklung vorsehen. Verschiedene Maßnahmen wurden bis heute umgesetzt.

Inzwischen hat das Ministerium für Klimaschutz, Umweltschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) den Entwurf des zweiten Bewirtschaftungsplanes für den Zyklus 2016-2021 vorgelegt. Dieser stellt die erste von zwei im Abstand von sechs Jahren vorgesehenen Fortschreibungen dar. Der Entwurf beschreibt die allgemeinen Randbedingungen in den Einzugsgebieten sowie Nutzungen und Belastungen, stellt den aktuellen Zustand dar und prognostiziert die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung bis 2021. Das zugehörige Maßnahmenprogramm umfasst die Programmmaßnahmen, die als Antwort auf den vorgefundenen Gesamtzustand in den Fortschreibungen der Umsetzungsfahrpläne und Abwasserbeseitigungskonzepte konkretisiert sind. Dort finden sich Einzelmaßnahmen mit Ortsbezug.

Der Entwurf des zweiten Bewirtschaftungsplans wurde am 22.12.2014 veröffentlicht. Die Planunterlagen (Bewirtschaftungsplan, Maßnahmenprogramm und Planungseinheitensteckbriefe) können im Internet unter www.flussgebiete.nrw.de aufgerufen werden. Eine Stellungnahme ist bis zum 22.06.2015 unter https://www.beteiligung-online.nrw.de/bo wrrl/ möglich.

Die Entwurfsunterlagen können bei der Kreisverwaltung Kleve, Zimmer E.260, montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, sowie freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr eingesehen werden.

Konkrete Fragen zu den geplanten und bereits durchgeführten Maßnahmen an den Gewässern im Kreis Kleve beantworten die nachstehend aufgeführten Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde.

Foto: Gewässer im Kreis Kleve (Groesbecker Bach)


Ansprechpartner/in

Daten des jeweiligen Ansprechpartners
Aufgabenbereich Mitarbeiter/in Telefon/Fax Raum
Wasserverbandsangelegenheiten,
wasserrechtliche Genehmigung (Kevelaer, Uedem, Weeze),
Herr Vervoorst 02821 85-432
02821 85-705
E.257
Wasserverbandsangelegenheiten,
wasserrechtliche Genehmigung (Straelen, Wachtendonk),
Wasserrecht,
Wasserwirtschaft,
Herr Scholten 0282185-577
02821 85-705
E.255